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HALBZEIT!
Vor genau sechs Monaten ging mein Abenteuer AuPair in den USA los und in genau sechs Monaten ist mein Jahr im ‚Land der unbegrenzten Möglichkeiten‘ wieder vorbei.

Um diesen Eintrag mit Ehrlichkeit zu beginnen, ich habe diesen Artikel vorgeschrieben (vor etwa einer Woche), da ich gerade in New Orleans bin und sicherlich nicht die Zeit und Lust habe meine Zeit dort in einem Internetcafe zu verbringen um meinen Halbzeit-Eintrag zu schreiben. Hoffentlich erscheint der Artikel dann auch automatisch *hoff*.

Also… Zeit eine kleines Feedback zu geben, oder?
Wie ist es so ein Au Pair zu sein und ein Jahr auf sich allein gestellt ein Land zu erkunden das man eigentlich nur aus einem New-York-Urlaub und dem Fernsehen kennt?

Tja, nur ein Adjektiv kann ich jetzt nicht verwenden, denn dass wäre zu wenig gesagt. Ich habe nicht das Gefühl erwachsener geworden zu sein (wer sich einen Yoda-Rucksack kauft ist nicht umbedingt das Paradebeispiel eines Verantwortungsbewussten erwachsenen)…

Bevor ich vor einem halben Jahr Abgeflogen bin konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich jemals daran denken würde dieses Jahr evt. abzubrechen. Das stand nicht zur Debatte und ich habe eigentlich jeden belächelt der es abgebrochen hat.
Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, mir ging es in Pennsylvania nicht besonders gut und ich habe mir nichts mehr gewünscht als ein Ticket nach Hause. Im Rematch dachte ich mir manchmal ‚ich lehne einfach jede Familie ab um ohne großen Gesichtsverlust nach Hause zu kommen‘. Aber aus irgendwelchen Gründen (die mich selbst erstaunt haben), habe ich nicht den einfachen Weg genommen und bin Heim sondern bin geblieben und nach Colorado gezogen.
Die beste Entscheidung meines Jahres war es Pennsylvania und diese Familie dort zu verlassen und nach Denver zu gehen!
Meine neue Gastfamilie ist klasse und ich liebe meine drei kleinen total, sie sind mir alle richtig ans Herz gewachsen und ich bin schon etwas traurig mich im September von Ihnen zu verabschieden.
Ich habe mich aber doch in der ersten Zeit in Colorado verflucht, warum musste ich hier bleiben und bin nicht heim? Warum habe ich nicht den ‚einfachen‘ Weg genommen und bin Heim gegangen?
Ab dem ersten Tag in CO war mir klar jetzt konnte ich nicht mehr heim, da es mein Pflichtbewusstsein einfach nicht zu lies diese unglaublich nette Familie, die innerhalb von einer Woche mehr für mich getan hat als die Familie in Pennsylvania die ganze Zeit über zu verlassen und im Stich zu lassen, nur wegen Heimweh. Also wurden die Zähne zusammen gebissen, viel mit den lieben daheim (und an die Eastcoast) gesykpt und ich habe angefangen zu reisen.

Ich muss jetzt ja nicht alles noch mal erzählen, ihr könnt ja zurück blättern 😉
(Da war Thanksgiving – Weihnachten – Januar – Chicago – Seattle – Nuggets Game…)
Mir kommt die ganze Zeit hier nicht wirklich wie sechs Monate vor, der Oktober hat sich hingezogen wie sonst was, aber die restlichen Monate gingen dafür umso schnell vorbei.

In nicht mal einem Monat sehe ich Mama wieder und daraufhin Gabi, Papa, Cornelia, Leo und (hoffentlich) Miray. Dann ist August und ich will Svenja in Cali besuchen und dann… Ist schon wieder September und es geht Ende des Monats Heim.

Ja, ich werde keinen Reisemonat machen (Au Pairs können wenn sie wollen noch einen Monat an ihr Jahr dran hängen und rumreisen).
Ich werde aber gleich nach Ende meines Jahres Heimreisen zum einen weil ich eigentlich alles von den USA gesehen habe(n sollte) was ich sehen wollte und zum anderen weil ich nicht nochmal Bebe’s Geburtstag verpassen möchte!

Ich liebe meine Gastfamilie, Colorado und all die tollen neuen Leute die ich kennen lernen durfte.

Jetz möchte ich mich noch für die Unterstützung meiner Familie, Freunde, der Academy, Gott, Superman und Batman bedanken… *tränchen aus den Augen wisch*
Nein, im Ernst. Ich bin sehr froh über die Unterstützung meiner Leute von Zuhause, vielen dank für die lieben Briefe, Päckchen, Mails, What’s App-Nachrichten und Skype gespräche.
Von Hamburg über Stuttgart bis nach Zürich sende ich tausend Umarmungen, danke ihr lieben! Ohne euch… Hätte ich kein Heimweh. HAH! Ihr seit Schuld, warum müsst ihr auch ne gute Familie und tolle Freunde sein? 😉
So bevor ich jetzt ne Halle Berry-Dankesrede Hinlege, verabschiede ich mich mal… Ins nächste Halbjahr!

OLE! Die zweite Halbzeit hat begonnen!

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Jedes Au Pair kann einem sofort sagen wie lang sie schon da sind und wie lang es noch dauert bis das Jahr um ist. Die einen weil sie nicht mehr Heim wollen und über jeden vergangenen Tag bitterlich weinen und die anderen wegen dem genauen Gegenteil.
Ich gehörte (vor allem in Pennsylvania) zu Kategorie Nr. 2. Mittlerweile hat sich das etwas relativiert. Ich genieße meine Zeit hier, habe Spaß mit meinen drei ‚Monstern‘ und beim reisen und neues kennen lernen und trotzdem freue ich mich unglaublich darauf das es im Herbst wieder ins Vertraute Deutschland geht.

Heute bin ich unter die 200 Tage gerutscht! (Bedeutet ich bin weniger als 200 Tage noch in den USA).
Einerseits ist das ein echt unglaublicher Gedanke, in zwei Wochen ist Halbzeit meines Jahres in den USA und die Zeit verging in den letzten Monaten so unglaublich schnell. Andererseits denke ich es ist ‚erst‘ Halbzeit und das ich jetzt noch mal genau so lange da bin.
Insgesamt stecke ich gerade in einem ganz schönen tief (kein vergleich zu PA, aber auch nicht das fröhliche rumgehopse wie im Februar etc.).
Wobei ich es eigentlich ziemlich seltsam finde, dass dieses tief jetzt kommt und nicht im z.B. Januar da war. Ich meine, nächsten Monat kommt Mama, dann im Monat darauf Gabi, im Monat darauf Papa, Cornelia und Leo und dann ist schon Juli und ich treffe (hoffentlich) Miray wieder. Also im Großen und Ganzen kein Grund traurig zu sein, auch mit meiner Gastfamilie läuft es nach wie vor super.
Nur Sarah dreht gerade ein bisschen hohl. Sie testet wo sie nur kann und versucht um jeden Preis Aufmerksamkeit zu bekommen (egal ob positiv oder negativ), dass treibt mich ganz schön in den Wahnsinn.

Versteht mich nicht falsch, ich freue mich Wahnsinnig auf die verbleibenden 6 ½ Monate, die Reisen und die Zeit mit Sarah, Anna und Jack. Aber mindestens genauso sehr freue ich mich meine Familie und Freunde wieder zu sehen und mit meinem Leben weiter zu machen…
Ja, das klingt seltsam aber… Naja, Au Pair ist wie eine Auszeit vom eigenen Leben. Obwohl man wahnsinnig viel dazu lernt kommt man nicht wirklich weiter mit dem was man machen will… Versteht ihr was ich meine?
So, dass war genug des Trübsalblasens. Ich genieße jetzt noch einen bisschen mein freies Wochenende und hoffe ihr tut dasselbe.

Und Himmel, ich bin schon fünfeinhalb Monate hier O.o

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