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„Sophie, schreib mal deinen Blog weiter.“
Von meiner Familie und euch wurde ich (oft) daran erinnert meinem Blog endlich einen gescheiten Schluss zu geben und ich entschuldige mich mal wieder wie lang dieser Eintrag gebraucht hat.

Souveniers am Flughafen

Souveniers am Flughafen

Stehen geblieben war ich in Washington D.C., ich musste eine Nacht länger in den Staaten verbringen und verbrachte die Nacht in einem Hotel in der Nähe des Flughafens.
Am frühen morgen, gingen meine Mitbewohnerinen Frühstücken und danach noch etwas Washington D.C. anschauen. Ich wollte nicht mitkommen, zum einen war ich schonmal in Washington und zum anderen wollte ich immer noch, nur noch Heim. Bevor sich die beiden verabschiedeten haben sie mir noch Frühstück vom Buffet hochgebracht und ich habe den restlichen morgen damit verbracht ein (wirklich) letztes Mal Amerikanisches Fernsehen zu schauen, genauer gesagt ‚Rizzoli & Isles‘. Da ich gegen 11:00 Uhr aus dem Zimmer raus musste bin ich dann zum Flughafen gefahren und habe mir dort die Zeit vertrieben. Mit Souvenierständen, einem letzten Mal Wendys usw. Alles war übrigens schon mit Merchandise für die US-Wahl dekorieret.

Mein Flugzeug

Mein Flugzeug

Die Zeit verging definitiv nicht im Flug aber wirklich schnell gings auch nicht. Als mein Gate endlich bekannt gegeben wurde sahs ich dann am Gate rum. Wo ironischer weiße auch ein Flug nach Denver vor unserem ging (wenn ich mich recht erinnere).
Irgendwann kam meine Zimmernachbarin dazu (die aus Südtirol) und wir haben uns nett Unterhalten. Ich wurde zwischendrin noch umgesetzt (sahs dann im Mittleren Sitzblock am Gang). Jahrhunderte später konnten wir dann endlich Boarden… Jaaaa, es ging nach Hause.

Der Rückflug an sich war… ZUM KOTZEN. Also nicht nur dieses ganze Drama, ich rede jetzt nur von dem Flug Washington D.C. – München. Mein Fernseher funktionierte nicht, es lies sich keine vernünftige Position zum Schlafen finden und wenn ich mal für ne Minute weggedöst war, dann mussten das Ehepaar neben mir aufs Klo und weckten mich wieder. Aber es ging gen Heimat und dementsprechend war das alles schon o.k..
Landeanflug auf München. Erster Gedanke „Die haben hier aber kleine Felder.“, ich konnte es gar nicht glauben wieder Deutschen Boden unter den Füßen zu haben.
Ich lies mich zu meinem Gate leiten (musste aber vorher mein Ticket umtauschen und sichergehen das mein Koffer da war usw).

Das einzig positive an meinem Umweg über München war, dass ich jetzt endlich mal ‚München – Stuttgart‘ geflogen bin. Gabi und ich haben immer überleg wer denn so ne Strecke fliegt und wie lang sowas dauert. Ich bin mit Air Augsburg geflogen, in einer Propellermaschine. Als ich das Flugzeug gesehen habe dachte ich, ich fliege auf die Isla Nublar und schaue mir mit Sam Neil Dinosauriere an, aber doch nicht nach Stuttgart (fand den Service an Board aber super, besser als bei manchen bekannten deutschen Fluggesellschaften – denen mit deutschen Flügeln z.B.). An meinem Fensterplatz hatte ich einen wunderschönen Blick über ganz Stuttgart, als wir am SI-Centrum vorbei geflogen bin, habe ich angefangen zu heulen. Es war komplett unwirklich.

Es konnte gar nicht schnell genug aus dem Flugzeug rausgehen, schnell durch die Pass Kontrolle, mir einen Wagen geholt und schnell zum Gepäckband. Von weitem sah ich schon meine Cousins und Cousinen… Ich winkte ihnen zu hüpfte, mit meinem Cowboyhut (den ich natürlich auf hatte) rum wie eine bescheuerte, schnappte mir so schnell wie möglich meine Koffer und wuchtete die zwei plus mein Handgepäck auf meinen Wagen und raus ging es…

Wieder in Deutschland

Ich hatte mein großes Hallo, wie ich es wollte: Ein roter Teppich, Volksmusik, ganz viele meiner Lieben (oben ist nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen) und bevor ich auch nur Luft holen konnte rannte eine kleine Gestalt auf mich zu und mir in die Arme und gleich hinterher die Zweite. Meine zwei „kleinen“ Geschwister Leo und Bebe. Als großes Dreierkneul standen wir da, Bebe und ich heulten und Leo strahlte.
Dann begrüßte ich alle, trank meinen ersten Sekt nach einem Jahr und umarmte meine Lieben.

Zuhause ging die feier weiter. Mit dem ganzen deutschen essen das ich vermisst habe und als überraschung hatten Mama und Bebe mein Zimmer neu dekoriert. Ich bin wieder da. Wegen meiner verspätung waren bei meiner Begrüßungsfeier leider Conny und Vicky nicht dabei dafür aber aber meine ganze Familie und viele Freunde (natürlich Gabi usw.). Jedesmal wenn sich die Tür öffnete und jemand neues rein kam musste ich fast weinen und habe mich gefreut wie… Einfach Unbeschreiblich.
Joosel, Mama und Bebe haben mit mir nochmal nen Einbürgerungstest gemacht mit dem ich mir meine Haustür-Schlüssel wieder verdient habe und Jaaaaaa…. Ich bin wieder da!

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Nur noch fünf Tage (bzw. 4 Tage 17 Stunden und einen paar zerquetschte) bis mein Flug abhebt Richtung Heimat. Mein letztes Wochenende in den USA ist da (bzw. ich sitze mitten drin) und ich habe meinen Samstag mit einer „Auf-Wiedersehen-Fahrt“ verbracht. Sprich ich habe versucht alle Orte abzufahren die mir wichtig sind (was zu 75% geklappt hat).

Denver – 22. Sep. 2012

Schon gestern (Freitag) hatte ich ein komisches Gefühl als ich mit Jack (der Schulfrei hatte) und Sarah zuerst ins Kino (Paranorman) und dann schwimmen gefahren bin. Es ist mein letzter Freitag in den USA gewesen und auf der fahrt zu unseren Aktivitäten war ich kurz vorm heulen. Es ist echt (fast) vorbei.
Mich freut es total dass es mich traurig macht zu gehen. Klingt komisch, oder?
Aber nunja, das zeigt einfach das ich dieses Jahr doch genossen habe, obwohl meine erste Gastfamilie der Reinfall schlechthin war, obwohl ich nie dieses „in den USA ist alles besser „-Gefühl hatte und ich mich wirklich immer auf Zuhause gefreut habe. Ich finde dieses Jahr war super… Aber der Abschließende Bericht kommt später… Irgendwann nächste Woche, oder so.
Jedenfalls setzt bei mir langsam aber sicher dieses „ich mache XYZ jetzt zum letzten Mal“-Gefühl ein und es macht mich traurig.
Meiner Gastfamilie ist es auch bewusst das ich bald weg bin, Sarah meinte (übersetzt, natürlich): „Jetzt schon? Dann versuch ich jetzt noch so viel Zeit wie möglich mit dir zu verbringen!“ (und ich freu mich wie Rumpelstilzchen), meine Hostmum fragte: „Kannst du glauben, das du nächste Woche deine Mama wieder siehst? Ich werd dich unglaublich vermissen.“, Jack meinte: „Das hat sich nicht wie ein Jahr angefühlt.“ und mein Hostdad erklärte: „Jup, wir tauschen dich gegen ein neueres Model ein!“ 😉 usw.

Heute Morgen bin ich noch mal zum Outlet gefahren um zu schauen ob sie die Schuhe haben die Mama gerne hätte (hatten se nicht). Ich bin noch etwas durch die Geschäfte geschlendert und habe mich mit einer Willenskraft die echt Respekt verdient davon abgehalten einfach ALLES zu kaufen. Danach bin ich nach Denver Reingefahren, wollte meinen Wagen im üblichen Parkhaus parken, aber das hatte zu -.- also habe ich es woanders abgestellt und bin durch Denver geschlendert. Mein ursprünglicher Plan war es zum Denver-Oktoberfest (jaaa das gibt es) zu gehen, nachdem es aber nicht an dem Ort war wo ich dachte (bei Vickys-Kuh) und ich erst nach etwas googeln herausgefunden hatte wo es war hatte ich keine Lust mehr und bin einfach so durch die Stadt gelaufen.

Hinter Boulder – 22. Sep. 2012

Danach (nachdem ich meinen Ford aus der Parklücke gezwängt hatte, da eine Limo so dicht vor mir stand das man keinen cm nach vorne konnte) bin ich von Denver nach Boulder gefahren und das war (in einem Wort) SELTSAM! Seitdem Vicky weg ist war ich nicht mehr in Boulder, da einletztes Mal hinzufahren und zu wissen dass man dieses Mal nicht Vicky abholt war komisch. So bin ich also etwas durch Boulder gefahren und dann noch etwas in die Rockys, aber nicht weit. Es war ein echt schöner, (geplant) Dramatisch-Traurig-Abschließender Tag und auch wenn das alles etwas deprimierend klingt hatte ich meinen Spaß.

Die Bilder sind übrigens alle von mir, aber dieses mal bearbeitet (Photoshop – nicht Instagram), da ich sie etwas trist fand.

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Heute vor einem Jahr war ich Frankfurt und hab mein Visum beantragt.
Sprich, Gabi kene ich jetzt seit vier Jahren und noch kein Ende in Sicht. Leider konnten wir heute aus (offensichtlichen Gründen) nicht zusammen feiern. Aber ich glaub dem Rest der Welt gingen wir auch so auf diversen Sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook) auf den Zeiger ;-). Wir zelebrieren diesen Tag ja meistens so, wie es ansonsten nur verliebte Teenies machen (obwohl wir nur befreundet sind, gibt es Pralinen und Blumen – für mich dieses Jahr :D) und dementsprechend gehen wir allen auf den Keks. Aber ich hab mich tierisch über Gabis Überraschungspost gefreut.
Da klingelte ein Mann von Fleurop und ich dachte noch: „Das ist aber Unpassend wenn jetzt Beileids-Blumen für meine Gastmutter kommen und die gerade auf Geschäftsreise ist.“ Doch Sarah meinte dass die Blumen für mich sind und ich steh da… Hä? Wer schickt mir denn Blumen? Hat Alex Pettyfer, Hugh Jackman oder Orlando Bloom endlich erkannt das ICH diejenige bin nach denen sie sich seit Jahren verzehren? (Jeder Groschenroman hätte diesen Satz nicht schöner formulieren können). An den Kennenlerntag von Gabi und mir hatte ich insofern nicht gedacht da wir uns schon auf Facebook gratuliert hatten. Aber nein. Ich öffnete den Karton, lass die Karte und brach in schallendes Gelächter aus. Es gibt keinen der bessere Freunde hat als ich!
(An dieser Stelle noch ein lieber Gruß an alle die meine Freunde sind, die Family im besonderen :D)

In meinem AuPair Leben verläuft alles nach wie vor gut. Sarah und ich hatten uns heute alleine und es hat richtig Spaß gemacht. Wir haben gebastelt, geHome-schult (Wortkreation ala Sophie) und es war wieder so schön entspannt wie vor den Sommerferien. Mit Jack war ich vorhin bei Karate, wo er hoch gelobt wurde. Nur Anna bekomm ich zur Zeit kaum zu Gesicht 😦 . Aber im Moment läuft es mit den dreien echt gut…

Jetzt fragt ihr euch sicherlich noch warum da was von Klischees im Titel steht, oder?
Also… Seit mal ganz ehrlich, was ist den euer Negativprototyp eines Amis? Ich muss sagen, so viele Klischees in diesem Jahr entkräftet wurden, eines wurde erfüllt… Und es läuft auf zwei Beinen:
In meiner Straße wohnt ein Kerl der ist wirklich der Typische-Ami ist. So wie ihn man sich vorstellt. Dabei rede ich jetzt nicht vom aussehen sondern eher von der Einstellung und seiner Auffassung wie es in anderen Ländern zugeht und er ist UNGLAUBLICH von sich selbst überzeugt und kann alles. Neulich meinte er zu mir ein Freund von ihm hätte sich ins Netzwerk des FBIs eingeheckt und sei nicht erwischt worden (die zwei gehen zur Highschool – das gehört also wieder in die Kategorie, ich bekomme Blumen von George Clooney, danke an dieser Stelle, George). Für ihn (also nicht für Mr. Clooney sondern den Kerl aus meiner Straße) ist Amerika das beste Land der Welt (dagegen kann man nichts sagen – jeder wie er will) und alles was jenseits des Atlantiks ist oder nicht-Amerika, ist quasi ein Entwicklungsland. Falls in Deutschland bald Care-Packete ankommen (so mit Seife und Decken) dann sind die wahrscheinlich von ihm (kein Witz, das überlegt er sich gerade, aber die gehen dann auch nach China und so… Nicht nur Deutschland). Er ist wirklich nett, aber hat irgendwie eine komplett komische Weltanschauung.

Ich skype nach wie vor viel, erst gestern mit den drei Schweizern und naja… Geniesse meine Tage hier, freue mich aufs Wochenende. Alles wie immer 😀 Heute ist Christin Heimgeflogen.

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Der Großvater meiner Hostkinder ist gestern Nacht gestorben.
Ich habe es um ehrlich zu sein eher zufällig erfahren. Kurz nachdem ich aufgewacht bin, hat es an meiner Tür geklopft und meine Hosteltern haben gefragt ob ich etwas auf die Kinder aufpassen könnte.
Natürlich habe ich ‚ja‘ gesagt. Meine Hosties mussten nämlich etwas mit der Frau des Hostgroßvaters reden.

Ich sitze also oben an der Theke, dann meint mein Hostdad das es schon komisch seie dass der Grandpa gestern noch da war und heute nicht mehr. Ich habe nachgefragt und mein Hostdad war ganz erstaunt, dass ich es noch nicht wüsste. Er wäre gestern Nacht zwischen elf und zwölf gestorben.
Sie sind hier traurig, aber vor allem muss sich jetzt um einiges gekümmert werden.
Ich habe keine Ahnung wie die nächsten Wochen aussehen werden und auch nicht wie es mit der chinesischen Großmutter weitergeht. Der Grandpa hat sie vor ein paar Jahren geheiratet, sie wohnt hier. Die beiden sind aber seit ich hier war, hin und her gezogen… Sie war ein paar Monate in China, er ist immer mal wieder nach Arizona und dann wieder zurückgezogen. Folglich ist es jetzt etwas undurchsichtig was passieren wird.
Für meine Nachfolgerin ist es sicherlich besser, dass diese turbulente Zeit jetzt kommt und nicht erst wenn sie eintrifft. Und meine letzten Wochen haben noch einmal eine gehörige Portion Aufregung.

Im Gegensatz zu meinem Wochenende. Ich habe mein Gehalt für diese Woche noch nicht (was kein großes Ding ist, ich bekomme es immer zwischen Freitag und Montag) und somit fällt mein geplanter Koffer und Abschiedsgeschenkekauf für dieses Wochenende ins Wasser. Das nächste wird also etwas hektischer aber ist ja nicht schlimm ;-).

Um die Wahrheit zu sagen, ich habe keine Ahnung wie die nächsten Wochen hier aussehen.
Ich werde allmählich etwas traurig Colorado zu verlassen, aber ich freue mich nach wie vor soo unglaublich auf Zuhause das ich abends hibbelig im Bett liege und die Stunden zähle.
Nicht das ich aufgeregt bin, oder so.

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Sie ist weg 😦 Seit ein paar Minuten sitzt meine liebste Au-Pair-Freundin im Flieger zurück nach Deutschland (bzw. erstmal nach New York). Und ich wäre nicht ich, wenn ich mich da nicht erstmal ne Runde schön reingesteigert habe… Aber fangen wir am Anfang an.

Vicky und ich haben uns letzten Dezember (ich glaube bei Madlens Geburtstag) kennen gelernt und auch etwas unternommen aber so wirklich los ging es erst Anfang März. Jede Woche zusammen irgendwohin (und wenn es nur das Kino war) und als es dann Sommer wurde haben wir uns zeitweise dreimal die Woche gesehen.
Im Klartext sie ist (ich weigere mich ‚war‘ zu sagen) für mich der wichtigste Mensch hier in den USA. Sie hat mein Jahr hier um so viele Dinge bereichert und ich hätte nie gedacht hier eine so gute Freundin zu finden. *schmalz-schnulz-tropf*

Sonntagnacht kam meine liebe Vicky also von ihrem Reisemonat (besser gesagt ihren Reise-zwei-Wochen) wieder und gestern haben wir uns ein letztes Mal getroffen. Ich war schon bei der Hinfahrt kurz vorm Heulen, aber das ging dann schon. In Boulder war dann alles beim Alten, nur Rotze haben wir beide im Kopf. Ich hab ihre Nachfolgerin kennen gelernt (auch ne sehr nette :D) und sie hat sich von ihrem Baby verabschiedet und damit wir gar nicht in großes Rumjammern versinken, ging es gleich zum letzten mal shoppen, danach noch ne Runde Leute im Starbucks genervt (Abschiedsgeschenk überreicht) und ab in die Pearlstreet um sich mit Vickys Nachfolgerin und ihrer Freundin zutreffen. Dort stolperten wir dann erstmal hübsch in ein AuPair-treffen. Total lustig da dabei zu sitzen. Vor 10 Monaten waren diese Treffen immer etwas… Wie soll ich sagen? Anstrengend, man wollte UNBEDINGT neue Freunde (hier in der Fremde) finden, einen guten Eindruck machen, sich mit seinem Englisch nicht blamieren und so weiter.
Doch dieses Mal saß ich da, mein Jahr schon fast hinter mir, mit (hoffentlich) verbessertem Englisch und mit der coolsten Socke in ganz Boulder neben mir. Im Klartext, ich fand das ganz lustig. Vor allem weil man sich so in ein paar Mädels echt wieder erkannt hat. Im Übrigen glaube ich, dass Vicky und ich dem Grüppchen da ganz schön auf den Wecker gingen.
Was folgte war klar, zu viert (mit Vickys Nachfolgerin plus Freundin) ging es in die Cheescake Factory essen (Steak Diane natürlich) und dann ein letztes Mal ins Old Chicagos. Alle nach Hause kutschiert, dazu laut ‚Call me mabey‘ und ‚Wenn ich tanzen will‘ gehört (FRAGT NICHT!) und dann kams. Abschiednehmen. ICH HASSE ES!

Wir hatten es eigentlich relativ, kurz und schmerzlos. Vicky rief noch ein ‚tschüssikowski‘ und dann sahs ich wieder im Auto. Wasserfallmodus = AN! Ich hab den halben Weg von Boulder zurück nach Northglenn geheult als würde Vicky nicht nach München sondern in den Iraq fliegen und als würden wir uns nicht in ca. einem sondern in frühestens 24 Monaten wieder sehen. Heule-Mophie halt!

Jetzt hab ich gerade etwas frei und suhle mich in Selbstmitleid. Nein! Mir fehlt sie jetzt schon unglaublich, weil Vicky einfach zu meinem Leben hier gehört und obwohl ich echt nicht mehr lange da bin (in einem Monat bin ich schon daheim), so kann ich mir es irgendwie gar nicht vorstellen das Vicky nicht ne halbe Stunde weit weg wohnt sondern jetzt mit dem Rest der Menschen die mir wichtig sind in Deutschland hockt. Im Klartext, heut ist ein Scheißtag. Vicky ist Heimgeflogen! Aber ansonsten geht es mir super 😉

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In meiner Freizeit lese ich im Moment sehr viele Blogs und das nicht nur von Au Pairs. Daher habe ich unglaublich Lust gehabt einen Blogeintrag zu schreiben. Leider ist in den letzten zwei Tagen nicht wirklich was passiert.
Vicky und ich hatten nen normalen Samstag (zwar mit etwas tanzen in der 29th. Street Mall), ich habe am Samstag und heute länger gearbeitet aber insgesamt alles beim Alten.
Daher dachte ich, ich beschäftige mich mal mit der Liste die jedem Au Pair früher oder später über den Weg läuft:

Du weißt, dass du ein Au Pair bist, wenn…
(Dick=hab ich erlebt, kursiv=Erklärung dazu).

  1. … du dich immer vorstellst mit: ”Hi! Ich heiße (dein Name),  ich komme aus (Land) und ich habe (Anzahl der Kinder, um die du dich kümmerst)Kinder im Alter von (Alter der Kinder)!!”
       Nicht unbedingt in einem Satz, aber JA so läuft es!
  2. … jeder dich mit einem ”Hi. Wie geht’s?” begrüßt, und du kannst nicht schnell genug antworten, also sagst du es zuerst!
    Am Anfang JA, mittlerweile hab ich den Dreh raus 😉
  3. … du dein ganzes Geld in der MALL ausgibst und du trotzdem immernoch nichts zum Anziehen hast.
  4. … du ”silly” anstatt ”stupid” sagst
    manchmal
  5. … du zu ”PLAYDATES” gehst
    nicht oft aber ab und zu
  6. … du 30 Minuten oder länger zu einem/einer FreundIn fährst und denkst, das ist nicht weit
      
    jedes Wochenende zu Vicky, aber ich find 30 Minuten auch echt nicht weit weg!
  7. … du ausschließlich oder zu 90% andere Au Pairs als Freunde hast
       also hier in den USA, JA
  8. … du ”like” und ”totally” in jedem Satz mindestens 3x erwähnst
  9. … Irgendwer dir dumme Fragen gestellt hat wie:  – ”Gibt es in deinem Land Autos?” – ”Habt ihr keine Valentinstag?” –    ”Wo liegt dein Land?”
     
    Jaaaaa, nach 9 1/2 Monaten hatte ich ENDLICH ne wirklich doofe Frage (ausser „Habt ihr Facebook?“). In den Universalstudios in Hollywood „Aber bei euch ist doch gerade Winter, oder?“ und meine Lieblingsunterhaltung:
    – „Aber ihr sprecht dort schon englisch?“
    „Äh, nein. Also viele können es aber es ist nicht unsere Muttersprache“
    – „Welche dann?“
    „Ähm… Deutsch!?“
  10. … du nicht denkst, dass es falsch ist, gleichzeitig Kuchen UND Eis zu essen
    -> CHILLIS
  11. … du Momente der Stille mehr schätzt als jemals zuvor
    Stille? Kenn ich nicht… Muss was Europäisches sein
  12. … du dich hundert Mal am Tag dabei ertappst, wie du ”GOOD JOB” sagst
  13. … wenn du anfängst „Good for you“ zu sagen und es wirklich so meinst nicht wie das deutsche „schön für dich“
    Manchmal mein ichs aber auch wie im deutschen… Aber pssst!
  14. … du dich wunderst, dass du die ganze Nacht so ungemütlich geschlafen hast und am nächsten Morgen feststellst, dass du auf einer Barbie, einem Lolly, auf Sandspielzeug etc. geschlafen hast
    NÖ! Dafür sind meine Kinder zu groß und sie sind ausserdem fast nie bei mir im Zimmer
  15. … du kreativ sein musst, um neue Bestrafungen zu finden, denn ein  ”time- out”  zeigt keine Wirkung mehr
      OHHH JA!
  16. … du Fehler, die du nie begangen hast, zugeben oder dir Tag für Tag selber die Schuld zuschieben musst
    manchmal!
  17. … du dir sicher bist, dass du in den nächsten 100 Jahren keine Kinder haben willst
       Nö, aber ich glaub die werden wenig Spaß mit mir haben 😉 da ich bei denen so streng sein darf wie ich will.
  18. … du nun genau weißt, wie schwierig es für deine Eltern war, kleine Kinder zu haben, und du willst deiner Mutter und deinem Vater jeden Tag ”Danke für alles, was ihr getan habt” sagen
    Nicht nur meine Eltern. Meine ganze Familie und alle die mich groß gezogen haben verdienen nen riesen Dankeschön!
  19. … du bereit dazu bist, zu jeder Tageszeit zu trinken
    -> Colorado = WARM
  20. … du anfängst, Disney Filme zu lieben, und jede Stelle wiedergeben kannst
       Hat ich schon davor 😉
  21. … du gelernt hast, was es bedeutet, geduldig zu sein
  22. … du weißt, was ein LCC ist
  23. … du weißt: ”Never SHAKE A BABY!”
  24. … du ein Nickerchen machst, nachdem du die Kinder in der Schule abgesetzt hast (dabei bist du gerade mal 2h wach )
       War in Pennsylvania wirklich so
  25. … du zur Bushaltestelle FÄHRST, die gerade einmal 200 Meter von deinem Haus entfernt ist, um deine Kinder einzusammeln
        Nicht unbedingt zur Bushaltestelle (da Homeschool) aber wirklich jede kurze Strecke
  26. … die Kinder dich ”mum” nennen, weil du zu viel Zeit mit ihnen verbracht hast
    kam aber nur einmal vor
  27. … du denkst, dass 195$ jedes Wochenende nur fürs Shoppen und für Kaffee nicht  so viel ist
        Tüdülü… Aber da kommen ja auch noch Reisen dazu (Flug, Hotel etc.)
  28. … du oder deine Freunde KELLERKINDER seit!!!
       (Außer Vicky, die hat nen eigenes (Garten)Haus, ich platze fast vor Neid)
  29. … du die guten alten Tage vermisst, als du noch zum Bäcker gehen konntest und richtiges Brot mit richtiger Butter bekommen hast (nicht dieser amerikanische Mist, den man Brot nennt..)
    Brot? Das ist Toast! Aber meine Liebe Oma Bertel und Opa Fritz haben mir ja Schwarzbrot geschickt (eingeschweisst und in der Dose) ❤
  30. … du nicht in die Bank gehst, sondern den ”drive inn” benutzt um dein Geld zu bekommen
       Wenns ne Bank of America in CO geben würde, würd ichs tun XD
  31. … du ”Handsanitizer” benutzt, anstatt dir die Hände zu waschen
       Was bitte? Noch nie davon gehört!
  32. … du anstatt Songs aus dem Radio Kinderlieder singst
       Neee…. Ich bilde meine Kids weiter, entweder Hören wir Radio (aktueller Lieblingssong der drei „We are Young“) oder meine Musik.
  33. … du beginnst dich zu entschuldigen wenn du in den Supermarkt läufst
  34. … du  nicht mehr „nein“ sagen kannst, wenn dich deine Hostmom fragt „Könntest du bitte … wenn du die Chance hast … nur wenn es kein Problem ist“
       Oh JA!
  35. … du dich nie mit deinem Namen am Telefon meldest
       Mama bringt mich um.
  36. … wenn die Kinder etwas JETZT wollen!
  37. … du denkst das Deutschland das Beste Land der Welt ist

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„Boah, wie cool. Du kommst in einen viereckigen Staat.“
Mit diesem Satz war damals (im November) eine Idee geboren, welcher wir uns selbst noch gar nicht so richtig bewusst waren. Den im wunderbaren Staate Colorado (besser gesagt an einer seiner vier Ecken) befindet sich das Four Corners (dt. Vierländereck). An diesem ‚Eck‘ treffen die vier US-Staaten Utah, Arizona, New Mexico und Colorado aufeinander. Und da nur Anfänger gleichzeitig in zwei Staaten sind, mussten wir da hin um ihnen zu zeigen: WIR (Gabi und ich) können gleichzeitig in vier Staaten sein. BÄM!

Mal wieder ein Samstagmorgen, es klopft an meiner Tür. VERDAMMT! Ich hab verschlafen, schnell mich angezogen, fertig gemacht und ab ging es mit Gabi ins Auto… JUHUU ROADTRIP NR. 2.

Gabi hatte sich davor überlegt, dass sie den Weg nehmen wollte, den Google-Maps als kürzesten vorschlug und nicht den, welchen das Naiv sagte. Also wurde so lang auf „alternative Route“ geklickt bis der Weg zu passen schien. Unsere Annahme war, wir fahren an den Rocky Mountains entlang, aber doch nicht MITTEN DURCH! Aber wir hatten ja unsere Cowboyhüte auf, die wir uns letzte Woche noch besorgt hatten und ab ging die Post (mit solchen Hüten zu fahren ist übrigens nicht sonderlich bequem, also waren die nur 3% der Zeit auf dem Kopf). Wo war ich? Achja… quer durch die Rocky Mountains, tolle Landschaft (wesentlich mehr zu sehen als in Wyoming, aber ok sogar im Augustinum* ist mehr los als in Wyoming). Leider wird auch die tollste Landschaft nach 6 Stunden und mehr langweilig und es wurde anstrengend: Berg auf Berg ab, da einer zu langsam, hier wollte einer überholen etc.

Dementsprechend froh waren wir aus den Rockies wieder draußen zu sein und wir glaubten auch nicht mehr, dass das Four Corners wirklich in der Wüste sein sollte, da es nur noch ein paar hundert Meilen waren und wir gerade aus den Rockies raus waren. Aber doch, nur ein paar Meilen später standen wir sprichwörtlich in der Wüste. Wie cool, oder? Da änderte sich die Landschaft in ein paar Kilometern vollkommen und es war echt cool! Und mir kann keiner sagen, dass der König der Löwen in Afrika spielt. Wir haben die Schlucht gesehen wo Mufasa gestorben ist . JAAAAAAAA… Oder da wurde es gedreht oder so 😛 Ich seh es richtig vor mir, da saßen lauter Disney-Zeichner mit ihrem Block und ihrem Stift mitten in ner Wüste in der Nähe des Four Corners und zeichnen Mufasas Tod. 🙂

ENDLICH, waren wir da… Am Four Corners. Ja, wieder ein Ort an den wir nur hingefahren sind, um Bilder zu machen, aber hey… Wer kann schon sagen er saß in vier Staaten?

Ach nur kurz zu Info, da wir ja einen ausschweifenden Eindruck von allen vier Staaten gewonnen haben, haben wir auf Grunde unserer langen Recherche (waren garantiert 45 Minuten) eine Liste aufgestellt welcher der Staaten der beste ist:
Auf Platz vier, ganz eindeutig: New Mexico, auf Platz drei: Utah (Miray, grill mich nicht), auf Platz zwei: Arizona und natürlich auf Platz 1: Colorado!

Danach haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Eigentlich war der Plan sich irgendwo einen Hotel/Motel zu suchen um am nächsten Morgen zurück zu fahren. Aber wir (Gabi) hatten gerade einen guten Lauf und  sind einfach losgefahren. Dieses Mal haben wir aber dem Navi vertraut. Wir fahren also wie Lucky Luke dem Sonnenuntergang entgegen, durch Colorado zurück nach Denver und auf einmal seh ich auf der anderen Straßenseite ein Schild „Welcome to Colorful Colorado“ und wundere mich, ein paar Meter weiter (dieses mal auf unserer Seite) ein weiteres Schild „Welcome to Utah“.
Gabi tritt in die Bremsen, die Reifen quietschen und wir kommen zum stehen. Warum? Na wegen FOTOS natürlich (ich sehe tausende Familienmitglieder mit ihrem Kopf auf dem Tisch aufkommen). Wir also in der Dämmerung noch schnell ein paar Bilder gemacht (wir wussten echt nicht, dass wir über Utah zurück fahren würden) und dann wieder ins Auto. Nur noch kurz getankt, etwas Verpflegung besorgt und in einem Ruck sind wir durchgefahren nach Denver.

Die Fahrt war laaannngggg, dafür war der Highway so gut wie leer… Nur ein (Gabi sagt) Waschbär oder (ich sage) Hase hat beschlossen, er muss sich vor unser Auto werfen 😦
Aber ansonsten verlief die Fahrt ganz normal, nur die letzten zwei Stunden waren schlimm. Wir waren fertig und wollten nur noch ins Bett. Immerhin haben wir fast 1000 km zurückgelegt!
Kurz nach drei Uhr morgens waren wir wieder in Denver und sind nur noch ins Bett gefallen. Schön war es, aber anstrengend.

Morgen fliegt Gabi wieder nach Hause 😦

* Altersheim in Stuttgart

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