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Posts Tagged ‘Everglades’

Tampa Flughafen! Hier sitze ich nun am Gate und warte darauf loszufliegen, nach Denver. Zurück in den Alltag nach einer Woche Urlaub mit Mama in Florida.
Ehrlich gesagt… Mir geht es ganz schön beschissen, der Urlaub war genial und mit Mama war alles wie immer und doch wäre ich gerade am liebsten zu ihr in den Flieger gestiegen um nach Hause, nach Stuttgart zu fliegen.
ABER JETZT IST SCHLUSS MIT TRÜBSALBLASEN!
Ich hatte ne super Woche und von der werde ich euch jetzt berichten.
*komische Geräusche* *mit nem Auto in der Zeit zurückfahre*

Tampa Flughafen (Freitagnacht 20.04.2012), die kleine Mophie sieht ihre Mama wieder und versucht auf cool zu machen… Hat nicht ganz geklappt und trotzdem sind so gut wie keine Tränen geflossen 😉 Schnell zur Autovermietung und den Wagen geholt. Die Frau fragte noch ob wir wirklich diesen kleinen Wagen wollen, der hätte nicht mal nen Kofferraum. Innerlich stellte ich mich darauf ein, in einem Smart durch Florida zu fahren, aber mal wieder zeigte sich das ‚klein‘ ein relativer Begriff ist, besonders zwischen Amis und Europäern.

Durchs Gewitter ging es ab ins Hotel und am nächsten Tag sofort los zur Mall, shoppen für die Daheimgebliebenen usw. danach quer durch Tampa (sieht etwas aus wie Frankfurt a. M.) und Umgebung, hier zeigte sich Florida gleich von seiner besten Seite: Es regnete… nein, es stürmte (Gewitter gab es ja schon bei der Ankunft), aber wir hatten unseren Spaß! Und abends? Da ging es in’s Tampa Bay Times Forum, zum Konzert. Sehr geil und schwups war die Zeit in Tampa vorbei und wir pilgerten am Sonntagmorgen Richtung Süden, dem guten Wetter, Fort Meyers und Sanibel Island entgegen.
Ich kann nur sagen, ein Traum. Florida im Allgemeinen und diese Gegend im Besonderen. Auf Sanibel Island haben wir uns erstmal an den Strand (mit dem seltsamen Verhältnis Wasser 60%, Gestrüpp 30%, Platz zum Sitzen 10%) gesetzt und uns entspannt, man hat sogar Delphine im Golf von Mexiko springen sehen (kein Witz), Entspannung pur und schwupps kam die Welle zu nah und wir waren wieder auf dem Boden, dem Sand der Tatsachen 😉 Weiter kreuz und quer durch die Insel und Abends müde ins Hotelbett, denn mit Riesenschritten nähern wir uns dem Tag in den Everglades *hier bitte düstere-grusel Musik einblenden*.

Also mir fehlte, glaub ich, der düstere Flair etwas, ich meine wenn man an diese Sümpfe denkt, denkt man doch nicht an Sonnenschein, nen paar Flüsse und ne (zugegebene) relativ wässrige Landschaft? Oder bin ich da nur etwas morbide? Eigentlich wollten wir in den Everglades nur eine Sache UNBEDINGT sehen, einen Alligator (hey, wenn schon Touri, dann richtig).
Wir also schön ausgestiegen und eine Bootstour mitgemacht (in so nem Boot was die Böse von dem Disney ‚Bernhard und Bianca‘ hat – keine Ahnung wie man das nennt). Und tatsächlich, da warteten schon die Alligatoren auf uns (DAM DA DA DAM). Mir wäre es lieber wenn unser ‚Kapitän‘ nicht so lange dageblieben wäre, ’sie‘ kam schon ziemlich nah an unser Boot, in diesem Sinne ging die Tour weiter, jedes bisschen Alligator, Vogel etc. wurde fotografiert (selbst wenn nur der Schwanz rausschaute), dann durfte man (wenn man wollte) noch einen Baby-Alligator halten der dort gerade aufgepeppelt wurde und ich glaubs ja selber nicht aber: der war sooo niedlich.  Dann ging es weiter durch die Sümpfe, Richtung Florida City. Dort verbrachten wir die Nacht um uns am nächsten Tag auf nach Key West zu machen.

Seit Mama das erste mal ‚True Lies‘ gesehen hat, träumte sie davon über diese Straße der Florida Keys zu fahren. Nach einem gemütlichen Frühstück beim IHOP ging es los, und um ehrlich zu sein… zuerst mal war von dieser Straße nix spektakulär. Vor Key Largo ging es (gefühlt) stundenlang über eine ganz normale Straße bis man ENDLICH in Key Largo ankam (das ist ganz am Anfang der Keys) und dort wollten wir erst mal zu dem drittgrößten Korallenriff… Es gab zwei Möglichkeit (eigentlich drei aber richtig Tauchen mit Taucherflasche etc. kann keine von uns), entweder mit einem Glasbodenboot oder Schnorcheln, der Reiseführer meinte, dass sei auch gut für Anfänger geeignet. Und während gerade sämtliche Freunde und Verwandte von mir brüllend vor Lachen am Boden liegen, bei der Vorstellung Sophie schnorchelt im Atlantik (ich hab schon im Bodensee Angst vor Haien, ach was… sogar im Starnberger See). Aber die Entscheidung war echt nicht leicht, letztendlich siegte der Verstand und wir sind auf das Boot gestiegen (die Schnorchler sind eh zu nem gesunkenen Schiff gefahren). Raus ging es auf den Atlantik. Ich ging Mama mit Titaniczitaten auf den Keks und wir beobachteten das Wasser immer mit dem Satz ‚Hier gibt es definitiv Haie‘, das Wasser war das klarste Wasser welches ich JEMALS gesehen habe. Somit waren auch die Korallen (als wir dann da waren) super zu erkennen und Mama meint sie hat sogar nen Clownfisch gesehen (FINDET NEMO).
Und jetzt bin ich zu faul für nen guten Übergang, daher nur ein Bild:

Das meine Freunde, ist ein Traumstrand und dort haben wir unsere Pause verbracht. Das Wasser war angenehm (etwas kälter als im Golf), der Sand echt fein und… Es war ein Traum. Ich will zurück.
Gegen Abend erreichten wir Key West und hatten den einzigen Faststreit der gesamten Ferien. Ich war fertig und hatte echt schlechte Laune, da Mama quer durch Key West lief um die Straße mit den Restaurants zu finden. Meine Füße taten weh, mir war zu warm und außerdem müssen wir noch Sarah suchen… Nein, im Ernst. Es stellte sich heraus, dass wir in die falsche Richtung gelaufen waren, doch irgendwann kamen wir an. Gemütlich haben wir gegessen und am Tag darauf Key West erkundet. Wir waren am südlichsten Punkt (Hawaii ausgenommen) der USA und haben Kokosnussmilch getrunken. Für Key West waren wir also zu dritt, Mama, ich und die dumme Nuss (ja die dumme Nuss ist die Kokosnuss).

Nach nur zwei Tagen war unsere Zeit in Key West schon wieder vorbei und es ging wieder in den Norden, wir hatten uns entschlossen sofort bis Orlando durchzufahren mit nur einem kurzen Stop. Um mit Delphinen zu schwimmen. Darf ich euch meinen neuen Freund vorstellen, Alfonso. Er und sein Freund waren mit mir und einer anderen Deutschen schwimmen. Die beiden leben in einer relativ großen (echten) Lagune.
Jaaaa… Wir haben wirklich alles mitgemacht und ich kann euch sagen, dass hat echt Spaß gemacht. Auch wenn ich immer etwas Angst hatte den beiden wehzutun durch irgendwas. Es war unglaublich cool.

Apropos cool, durch Miami (Beach) ging es nach Orlando und dort am Freitag in die Universal Studios. Gabi, Natha, Bebe… Das wäre eure Welt (ganz Orlando)!
Überall in dem Park läuft Hintergrundmusik und als wir reingegangen sind dachte ich erst ich spinne, tausende Menschen laufen in eine Richtung und die spielen den Soundtrack von Schindlers Liste?! Aber nein… ich hatte mich geirrt 😉
In den Universal Studios dann, Achterbahn über Achterbahn und wir mitten drinnen, in die erste ging es bei Spiderman (Gabi, Klappe!) und dann ging es weiter… Denn ich wollte umbedingt in ‚The Wizarding World Of Harry Potter‘. Bis darauf das bei 30 Grad im Schatten immer noch Schnee auf den Dächern von Hogsmeade lag… Einfach unglaublich, jetzt gibt es nur ein Problem. Ich bin nicht sooo der Achterbahnfreund.
Aber um durch Hogwarts laufen zu dürfen muss man mit einer Bahn fahren. VERDAMMT! Also hab ich mir fast in die Hosen gemacht weil ich nicht wusste was auf mich zukommt, es sah wirklich aus wie in den Filmen und sogar Dumbledor hat dich in seinem Büro begrüßt und Harry, Ron und Hermine…. Es war so echt und die Fahrt an sich, ich hab es geliebt! Wir haben uns sofort wieder angestellt und danach ging es zurück ins Dorf ein Butterbier trinken und durch die Läden schlendern.
Das einzige was mich echt geärgert hat war das nur eine Person bei Olivander den Zauberstab ausprobieren durfte *grrrr* ich dachte das läuft persönlicher und man konnte auch keine individuellen Zauberstäbe kaufen sondern nur die aus dem Film. Ich war echt sauer. Aber der Tag ging ja weiter… Irgendwann haben wir (nach einem Lunch in den Drei Besen) uns noch eine Show angesehen und danach waren wir fix und alle, zurück ins Hotel, kurz erholt und danach nochmal durch Orlando und shoppen. Abends wurde in der Cheescake Factory gegessen (für Mama ein muss, da ihre Sucht-Serie gerade ‚The Big Bang Theory‘ ist).

Unser letzter Tag in Orlando war ähnlich, morgens waren wir zwar nicht in nem Park sondern einem Titanic Museum (augenrollen allerseits) aber danach bei einem Outlet und abends essen.

Womit wir wieder bei heute sind, wir waren vorhin noch bei einem kleinen Ort vor Tampa frühstücken. Mama ist jetzt hoffentlich schon in ihrem Flieger zurück nach Stuttgart (ich hoffe das hat alles gut mit dem Umsteigen geklappt) und ich werde etwas traurig. Weil diese wunderschöne Woche vorbei ist. Der Abschied vorhin war nicht einfach, ich habe geheult wie ein Schlosshund (und Mama hat die Hälfte ihres Handgepäcks bei mir vergessen). Jetzt geht es schon wieder und in zwei Wochen ist Gabi ja da, trotzdem… Wäre ich momentan lieber mit meiner Mama mit nach Hause gefahren. Aber ich hab ja noch spannende Reisen und Besuch von meinem Papa, Cornelia, Leo und Gabi vor mir!

Ich habe jetzt übrigens alles was ich in die USA umbedingt sehen wollte gesehen (sogar noch mehr), jetzt kommt nur noch die Kür 😀
Sieben Monate USA! Morgen Nacht mache ich meinen achten Brief auf.

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