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Ich dachte eigentlich nicht, dass ich so ein klassisches Abschiedsdinner haben würde. Aber ich hatte es dann doch… Jedenfalls fast, also… Halt wie man mit so einer chaotischen, verrückten, lustigen und unglaublich liebevollen Gastfamilie ein klassisches Abschiedsdinner haben kann.

Um (wie immer) am Anfang anzufangen. Mein Arbeitstag war ganz o.k. wechselnd. Ich habe erst was komplett was verrücktes geträumt (Dieses Zitat MUSS sein: wie schon im Musical ‚We Will Rock You‘ gesagt wird „es gibt nichts Langweiligeres als Leute die einem ihre Träume erzählen […] der Tag an dem einer aufwacht und sagt: „Das war unglaublich, da war dieses Kaninchen mit einem Hut das hat mir nen Pulli gestrickt. Das ist der Tag an dem die Liebe stirbt““ – und ihr wollt nicht wissen warum ich dieses Zitat auswendig kann, wobei es sich die Mehrzahl eh schon denken kann) jedenfalls habe ich was komplett Verrücktes geträumt. Von meinen Freunden, meiner Rückkehr nach Deutschland UND Hugh Jackman. Ich mein, es hätte auch schlimmer kommen können *dreckiges lachen*. Darf-keine-bespiele-von-schlechten-Träumen-machen-muss-beim-Thema-bleiben! Das ist das Problem wenn dein Hirn schon drei Schritte weiter ist, deine Finger aber nicht so schnell tippen… Und er ist vollkommen weg. Ihr fragt euch was? Mein Ausgangspunkt und der rote Faden der das ganze zusammenhalten sollte!

Aufgrund dieses verrückten Traumes (mit Hugh Jackman, ich kann es gar nicht oft genug erwähnen) habe ich verpennt. DAS ERSTE MAL! Ich hab nämlich nicht fünf oder zehn Minuten verschlafen sondern ne halbe Stunde. FU**! Gott sei Dank, waren Jack und Sarah schon wach und fertig (was einem wunder gleich kam). Jack hab ich also schnell zur Schule gefahren und dann meinen Nachmittag mit Sarah und der immer noch kranken Anna verbracht. Schule, Brownies backen, Fernsehen, spielen, Pediküre (VICKY – du fehlst hier in Colorado) und dauernden Diskussionen das ich bald weg bin 😦 Alles in allem ein schöner Vormittag. Dann habe ich Jack abgeholt und als wir wieder nach Hause gekommen sind war die Story gekippt. Sarah drehte hohl und nahm Jack bei dieser Aktion gleich mit. Meine Hostmum meinte noch: „DAS wirst du sicher nicht vermissen.“ Als Jack ENDLICH seine Hausaufgaben gemacht hatte sind wir zu Karate gefahren und ich hab ihm einen bisschen zugeschaut. Brian hat mich nach Karate ganz Mysteriös nach meiner Lieblingsfarbe (grün) gefragt und dann noch meiner zweitliebsten usw. dann hat er mir ein Gatorade gekauft (in meiner drittliebsten – Lieblingsfarbe), süß oder? Zuhause erwartete uns mein Hostdad (mit einer kuriosen Mütze) und wir sind zu einem Italienischen-Restaurant gefahren, dort gab es für mich ein Abschiedsdinner (wie heute Morgen von meiner Hostmum schon angekündigt) mit meinen Gasteltern, meinem jüngsten Gastbruder und natürlich den Kindern. Wir hatten viel Spaß und das essen war sehr lecker. Da es ein Buffet-Restaurant war sind wir alle immer mal wieder aufgesprungen um etwas Neues zu essen zu holen, was das ganze aufgelockert hat und so konnte gar keine übermäßige Abschiedsstimmung aufkommen. Also nicht ganz das was man sich unter einem Abschiedsdinner vorstelle, aber ich fand es schön. Das passte einfach zu diesem Jahr und meiner Gastfamilie.  Es ist schon ein komischer Zufall dass mein Amerikanisches-Abschiedsdinner heute war denn auf den Tag genau vor einem Jahr hatte ich meine Abschiedsparty. Meine Nachfolgerin ist heute nach New York zur Orientationweek geflogen. Nur noch zwei Tage arbeiten…

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In Deutschland war meine Antwort zu der Frage „Hast du keine Angst vor Heimweh?“ immer „Doch, und man sagt das die ersten drei Monate echt happig werden, sicherlich wird Weihnachten ganz schrecklich aber danach sollte es sich erledigt haben.“

Den ganzen Dezember über hatte ich Angst vor dem 24. Dezember, mir ging es zwar heimwehmäßig sehr viel besser aber ab und zu kommt es halt hoch und daher habe ich mich das erste Mal in meinem Leben nicht auf Weihnachten gefreut. Ich habe einfach keine Lust mehr auf Heimweh.
Tja, ich war den ganzen Dezember sozusagen Scrooge aus ‚A Christmas Carol‘ und hätte diesen Feiertag so gerne übersprungen.

Jetzt ist er vorbei! Was soll ich sagen?
Die ganze Panikmache von mir war SOWAS von übertrieben.

Also um ehrlich zu sein als ich gestern gegen 10 Uhr aufgewacht bin… das war nicht lustig, denn ich wusste meine Familie sitzt jetzt in der Stiftskirche in Stuttgart oder ist schon auf dem Weg nach Hause zur Bescherung.
Doch NEIN, Sophie ist stark geblieben (bitte hier bildlich vorstellen – Sophie im Supermanoutfit mit wehenden Haar vor der amerikanischen Flagge – Selbst Emmerich könnte nicht patriotischer sein).

Da der Heiligabend echt in den Staaten kein großes Ding ist, verlief der Tag für mich wie eigentlich jeder Samstag, nur mit dem Unterschied das ich nix unternommen habe sondern meine eigene kleine Feier abgehalten habe.
Sprich, Geschenke ausgepackt (HEY, in Deutschland war um die Uhrzeit schon LANGE Bescherung). Ich wurde reichlich beschenkt von allen in Deutschland, danke ihr Lieben.
Und ich habe geskypt, vormittags mit Cornelia und Leo und abends mit meinen Großeltern und den Spießern (nein, das war nicht frech das ist mein Spitzname für Stanzi & Familie) und mitten in der Nacht (also in Deutschland noch mit Mama, Joosel, Bebe und Bebes Freund. Und da habe ich das lustigste Video aller Zeiten geschickt bekommen. Die und die Spießer haben einen Film über mein Leben in den Staaten als Märchen gedreht.
Ich musste soo lachen, echt klasse.

Ihr seht. Ich hatte umsonst eine solche Panik vor dem Heiligabend.
Und heute? Heute war der besondere, der wichtige Tag in den USA.
Socken hingen schon seit Tagen über dem Kamin und ich hatte mit den Kindern am Donnerstag Gutsle gebacken, welche sie gestern Nacht für Santa Claus rausstellten zusammen mit Milch, einer Karotte für die Rentiere und einen Brief. Meine Lieblingsstelle in diesem Brief ist von Jack. Ich zitiere wörtlich:

 „Dear Santa, tell me if you like the cookies we made. I have been a good boy and Gary (Anm. d. Red: Sein Bruder) has been naughty. Jack“
Übersetzung: Lieber Weihnachtsmann, sag mir ob dir die Plätzchen geschmeckt haben die wir gemacht haben. Ich war ein guter Junge und Gary war frech. Jack“

Tatsächlich schienen sowohl Jack als auch Gary ziemlich brav gewesen zu sein. Den beide bekamen reichlich Geschenke.
In meiner Familie war es so, dass die Geschenke von den Eltern etc. schon Tage vorher unter dem Baum lagen und von Santa die Socken gefüllt worden und noch ein paar Geschenke mehr darunter gestellt wurden.
Ausgepackt werden durfte erst, nachdem wir heute morgen alle (ich auch) in der Kirche waren und uns wieder Zuhause in bequeme Jogginghosen gezwängt hatten. Dann durfte abwechselnd jeder ein Geschenk auspackten. Mensch gab es viel für alle, ich habe Kosmetikartikel, einen echt coolen großen Bilderrahmen bekommen (Bilderrahmen wird dem nicht ganz gerecht, es sind viele Bilderrahmen aneinander geheftet) und einen Gutschein fürs Denver Center Of Performing Arts bekommen (JUHUU… Musicals bis ich nicht mehr kann MUHAHAHA).
Nach einer Pause ging es dann weiter mit essen (Ham, Kartoffelpüree, Mais und ein etwas seltsamer Wackelpudding).
Also ihr seht, kein Grund um Panik zu schieben.

Jedoch bekommt jeder der mir erzählt, dass er wegen dem bösen Weihnachtskommerz Weihnachten nicht mag echt was auf die zwölf (Ja, Kate ich rede mit dir!).
Ich hatte echt Angst vor Weihnachten und zwar nicht weil ich Angst hatte keine Geschenke zu bekommen sondern weil es einfach seltsam sein würde meine Familie am Heiligabend und in den Tagen danach nicht zu sehen.
Ich halte jetzt garantiert keine Vorträge über was das wichtigste an Weihnachten ist, ich mag dieses Fest jedenfalls so gerne weil man sich da immer wohl fühlt und bei seiner Familie ist. Klar find ich die Geschenke super, aber bei mir geht es in der Weihnachtszeit um meine Familie. Mit Papa und Cornelia Kerzen ziehen, an Sylvester knallen (Ja für mich zählt Sylvester zur Weihnachtszeit), mit Oma Plätzchen backen und richtig verwöhnt werden, mit Anja, Matthias und Co. Gummibärchenorakel machen und der Heiligabend mit Oma & Opa, den Spießern, Joosel, Mama und Bebe in Stetten. Das ist für mich Weihnachten.

Ich hatte auch dieses Jahr ein schönes (etwas anderes) Fest und lasse jetzt die altklugen Sätze sein.

Euch allen noch ein Frohes Fest und falls ich zu faul bin vorm neuen Jahr noch zu schreiben, wünsch ich euch schon mal nen guten Rutsch!

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Himmel! Oder HEAVEN wie ich hier dauernd sage (kein Witz).

Warum dieser Ausspruch?
Eigentlich gibt es zwei Gründe…
1. Schreib ich diese Woche viel O.o – etwas übertrieben, oder?
2. Bin ich überfress… *blick Richtung wütender Mama* übergessen

Gegen Ende meines Eintrages komm ich noch zu dem seltsamen rührseeligen Thanksgivingteil, aber vorerst kommt ein Bericht. Meines Thanksgiving.

Kaum kam ich morgens hoch da war in der Küche schon Hochbetrieb.
Es wurde schon gebacken, die Pies vorbereitet usw. Halligalli schon morgens um acht.
Ich hab mir dann kurzerhand die drei Kleinen geschnappt und bin mit ihnen in den Park gefahren, irgendwie hatte ich das Gefühl die standen zuhause mehr im Weg als sonst was.

Also zu viert auf in den Park (wenn ich den Weg nicht weiß, habe ich drei ausgezeichnete Navigationssysteme auf der Rückbank – die mich zwar gut überall hinleiten mich dabei aber wesentlich mehr Nerven als jedes TomTom kosten, obwohl sie meistens echt lieb sind).
Den Enten ein Thanksgiving-Dinner bereitet (Brot – darf man ja im Tümpel vor der Stuttgarter Oper den Enten nimmer geben, hier schon) und danach gings ans schaukeln, verstecke und fangespielen.
Auch schimpfen musste ich nicht zu wenig am Vormittag und innerlich hab ich gefragt, ob meine liebe Familie mich als ich 6-8 war auch ab und zu verkaufen wollte 😉

Später gings heim, es wurde noch etwas für die Schule getan und dann wurden Kartoffeln geschält usw. gegen zwei kamen Freunde mit Kindern von meinen Hostparents aus der Kirche und dann ging das große Essen los.

Truthahn, Süßkartoffelpüree mit Marshmallows drauf, Gemüse, Kartoffelbrei, selbstgemachte Brötchen (schmeckte eher wie Fladen), Pumpkin und Lemon Pie usw. Ich war lange nicht mehr so vollgegessen wie nach dem Thanksgiving dinner.

Es war echt lecker und irgendwie ganz anders als alles bekannte und ich bin richtig froh ein echtes Thanksgiving miterlebt zu haben. Richtig cool!

Neben dem Essen geht es an Thanksgiving vor allem ums dankbar sein.
Heißt ja nicht umsonst THANKSgiving.
Ich bin für so vieles dankbar und ich hab eigentlich nicht vor euch die Ohren hier vollzusülzen wie bei ner Oscarrede und zuerst Gott, der Academy, Superman und Batman zu danken (btw. dieses Jahr seh ich die Oscars endlich mal nicht erst um vier Uhr in der früh).
Aber ich so ganz kann ich das rührseelige Gerede nicht lassen.
Mir war immer bewusst dass mir meine Familie und meine Freunde wichtig sind. Doch wie sehr ich sie brauche und wie sehr sie alle hinter mir stehen, ist mir erst hier richtig bewusst geworden. Ich werde nicht jedem einzeln danken (das wird dann echt zu sehr Oscar-Schnulze) aber raus musste es trotzdem.

Übrigens, ich lade mit Absicht keine Bilder vom Essen hoch – fotografiertes Essen sieht immer nicht so lecker aus

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