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Blick auf die Rocky Mountains (zwischen Denver u. Boulder)

Es ist August (wo kommt der den auf einmal her?). Mein letzter ganzer Monat in den USA hat angefangen, ab jetzt heißt es ’nächsten Monat‘ komm ich nach Hause. Seltsames Gefühl? Ehrlich gesagt, keine Ahnung.
Gestern Abend saß ich draußen und dachte darüber nach wie die nächsten Wochen laufen werden. Mit meinen Kids ist alles super im Moment. Die Probleme sind nicht gänzlich verschwunden aber es ist besser geworden und dafür bin ich so dankbar dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

Als ich gestern beim Schwimmunterricht saß ruft mich meine Hostmum an, sie wollte nur kurz checken ob mein Handy an ist und mir sagen, dass sie mir gleich ne SMS schickt. Ich sitz da… Hä? Und da ich ja ein von Grund auf positiv eingestellter Mensch bin überlege ich erstmal was ich falsch gemacht haben könnte :D. Dann kommt die SMS an…

Leute ich hätte fast geheult… Vor Freude. Sie meinte, sie ist so dankbar mich zu haben und was ich alles tue das sie mir was schenken wolle, eine Show, Gutschein für einen Salon oder nen Trip mit einer Freundin. Ich dachte echt nicht sehe nicht richtig und ich mein jaaa ich arbeite manchmal länger, aber das ist doch selbstverständlich und ich hätte das echt nicht erwartet. Gefreut hab ich mich trotzdem wie ein kleines Kind.
Ich hab wirklich eine klasse Gastfamilie (nicht nur deswegen) und das neue Au Pair soll ja nett zu ihnen sein, sonst komm ich zurück und trette ihr in den Hintern ;-).

Darüber habe ich gestern nachgedacht und wie es in Pennsylvania war (höhö… In einem Wort: beschissen, außer die Trips mit Tati und Nadja). Ich hatte also einen bisschen meinen Sentimentalen und war am Planen (jaaaa Planen und Listen schreiben, I love it!).

Ich schau auf meinen Kalender und denk mir so, jaaa an dem Wochenende ende August könnten Vicky und ich ja wegfa… Nein, Scheiße! Dieses (also das kommende) Wochenende ist unser letztes zusammen in Colorado. Nächste Woche beginnt ihr Reisemonat und dann seh ich sie noch einmal kurz am 27. bevor sie am 28. August Heim fliegt. Scheiße! Aber den offiziellen… Sie ist weg Beitrag mit viel auf die Tränendrüse drücken kommt noch später… Irgendwann … Ich wäre ja nicht ich, wenn ich mich darein auch noch ein bisschen reinsteigere ;-).

Im Großen und Ganzen hatte ich mal wieder den Gedanken, von hier weg zu gehen wird evt. doch nicht soo einfach wie gedacht und das obwohl ich mich unglaublich auf Zuhause freue, auf die ganzen Pappnasen, mein Europa (*hust* Stuttgart *räusper* London) und einfach alles.
Ich plane schon die Monate nach meiner Rückkehr und irgendwie bin ich in den ersten vier Wochenenden mehr unterwegs als in meinem Stuttgart (keine Beschwerde hier).

Nachdem ich meinen Sentimentalen wieder im griff hatte, habe ich Vicky angerufen wir haben gequatscht und festgestellt sie hatte ihren Sentimentalen ebenfalls gerade eben.

Heute Morgen habe ich meinen August Brief aufgemacht (ihr erinnert euch? Das ganze Pack Gabi, Natha, Kate, Melle, Miray, Mama, Joosel, Bebe, Pia, Doro, Stanzie und Co usw. haben mir zum Abschied ein Briefpäckchen mitgegeben (bis jetzt ohne Briefbombe ;-)) wo für jeden Monat meines Jahres ein Brief drin war/ist). Der August-Brief war von Stanzie und ihrer Familie, ich hab mich riesig gefreut, alle haben was geschrieben :D.

Übrigens vielen, vielen, vielen Dank für all die lieben Kommentare die ihr mir hier immer Hinterlasst. Ich freu mich über jeden einzelnen immer unglaublich und bin immer wieder erstaunt wie viele Leute diesen Blog lesen, die ich nicht mal persönlich kenne.
Vielen Dank dafür 😀

So, jetzt stell ich die Sentimentale-Abschiedsgeplagte-Abschiedsvorfreudige-Sophie wieder in den Schrank und warte darauf das meine Kids antanzen damit wir was machen können (sind im Moment mit ihrer Mum unterwegs). 😉

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Himmel! Oder HEAVEN wie ich hier dauernd sage (kein Witz).

Warum dieser Ausspruch?
Eigentlich gibt es zwei Gründe…
1. Schreib ich diese Woche viel O.o – etwas übertrieben, oder?
2. Bin ich überfress… *blick Richtung wütender Mama* übergessen

Gegen Ende meines Eintrages komm ich noch zu dem seltsamen rührseeligen Thanksgivingteil, aber vorerst kommt ein Bericht. Meines Thanksgiving.

Kaum kam ich morgens hoch da war in der Küche schon Hochbetrieb.
Es wurde schon gebacken, die Pies vorbereitet usw. Halligalli schon morgens um acht.
Ich hab mir dann kurzerhand die drei Kleinen geschnappt und bin mit ihnen in den Park gefahren, irgendwie hatte ich das Gefühl die standen zuhause mehr im Weg als sonst was.

Also zu viert auf in den Park (wenn ich den Weg nicht weiß, habe ich drei ausgezeichnete Navigationssysteme auf der Rückbank – die mich zwar gut überall hinleiten mich dabei aber wesentlich mehr Nerven als jedes TomTom kosten, obwohl sie meistens echt lieb sind).
Den Enten ein Thanksgiving-Dinner bereitet (Brot – darf man ja im Tümpel vor der Stuttgarter Oper den Enten nimmer geben, hier schon) und danach gings ans schaukeln, verstecke und fangespielen.
Auch schimpfen musste ich nicht zu wenig am Vormittag und innerlich hab ich gefragt, ob meine liebe Familie mich als ich 6-8 war auch ab und zu verkaufen wollte 😉

Später gings heim, es wurde noch etwas für die Schule getan und dann wurden Kartoffeln geschält usw. gegen zwei kamen Freunde mit Kindern von meinen Hostparents aus der Kirche und dann ging das große Essen los.

Truthahn, Süßkartoffelpüree mit Marshmallows drauf, Gemüse, Kartoffelbrei, selbstgemachte Brötchen (schmeckte eher wie Fladen), Pumpkin und Lemon Pie usw. Ich war lange nicht mehr so vollgegessen wie nach dem Thanksgiving dinner.

Es war echt lecker und irgendwie ganz anders als alles bekannte und ich bin richtig froh ein echtes Thanksgiving miterlebt zu haben. Richtig cool!

Neben dem Essen geht es an Thanksgiving vor allem ums dankbar sein.
Heißt ja nicht umsonst THANKSgiving.
Ich bin für so vieles dankbar und ich hab eigentlich nicht vor euch die Ohren hier vollzusülzen wie bei ner Oscarrede und zuerst Gott, der Academy, Superman und Batman zu danken (btw. dieses Jahr seh ich die Oscars endlich mal nicht erst um vier Uhr in der früh).
Aber ich so ganz kann ich das rührseelige Gerede nicht lassen.
Mir war immer bewusst dass mir meine Familie und meine Freunde wichtig sind. Doch wie sehr ich sie brauche und wie sehr sie alle hinter mir stehen, ist mir erst hier richtig bewusst geworden. Ich werde nicht jedem einzeln danken (das wird dann echt zu sehr Oscar-Schnulze) aber raus musste es trotzdem.

Übrigens, ich lade mit Absicht keine Bilder vom Essen hoch – fotografiertes Essen sieht immer nicht so lecker aus

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