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Posts Tagged ‘Boulder’

Nur noch fünf Tage (bzw. 4 Tage 17 Stunden und einen paar zerquetschte) bis mein Flug abhebt Richtung Heimat. Mein letztes Wochenende in den USA ist da (bzw. ich sitze mitten drin) und ich habe meinen Samstag mit einer „Auf-Wiedersehen-Fahrt“ verbracht. Sprich ich habe versucht alle Orte abzufahren die mir wichtig sind (was zu 75% geklappt hat).

Denver – 22. Sep. 2012

Schon gestern (Freitag) hatte ich ein komisches Gefühl als ich mit Jack (der Schulfrei hatte) und Sarah zuerst ins Kino (Paranorman) und dann schwimmen gefahren bin. Es ist mein letzter Freitag in den USA gewesen und auf der fahrt zu unseren Aktivitäten war ich kurz vorm heulen. Es ist echt (fast) vorbei.
Mich freut es total dass es mich traurig macht zu gehen. Klingt komisch, oder?
Aber nunja, das zeigt einfach das ich dieses Jahr doch genossen habe, obwohl meine erste Gastfamilie der Reinfall schlechthin war, obwohl ich nie dieses „in den USA ist alles besser „-Gefühl hatte und ich mich wirklich immer auf Zuhause gefreut habe. Ich finde dieses Jahr war super… Aber der Abschließende Bericht kommt später… Irgendwann nächste Woche, oder so.
Jedenfalls setzt bei mir langsam aber sicher dieses „ich mache XYZ jetzt zum letzten Mal“-Gefühl ein und es macht mich traurig.
Meiner Gastfamilie ist es auch bewusst das ich bald weg bin, Sarah meinte (übersetzt, natürlich): „Jetzt schon? Dann versuch ich jetzt noch so viel Zeit wie möglich mit dir zu verbringen!“ (und ich freu mich wie Rumpelstilzchen), meine Hostmum fragte: „Kannst du glauben, das du nächste Woche deine Mama wieder siehst? Ich werd dich unglaublich vermissen.“, Jack meinte: „Das hat sich nicht wie ein Jahr angefühlt.“ und mein Hostdad erklärte: „Jup, wir tauschen dich gegen ein neueres Model ein!“ 😉 usw.

Heute Morgen bin ich noch mal zum Outlet gefahren um zu schauen ob sie die Schuhe haben die Mama gerne hätte (hatten se nicht). Ich bin noch etwas durch die Geschäfte geschlendert und habe mich mit einer Willenskraft die echt Respekt verdient davon abgehalten einfach ALLES zu kaufen. Danach bin ich nach Denver Reingefahren, wollte meinen Wagen im üblichen Parkhaus parken, aber das hatte zu -.- also habe ich es woanders abgestellt und bin durch Denver geschlendert. Mein ursprünglicher Plan war es zum Denver-Oktoberfest (jaaa das gibt es) zu gehen, nachdem es aber nicht an dem Ort war wo ich dachte (bei Vickys-Kuh) und ich erst nach etwas googeln herausgefunden hatte wo es war hatte ich keine Lust mehr und bin einfach so durch die Stadt gelaufen.

Hinter Boulder – 22. Sep. 2012

Danach (nachdem ich meinen Ford aus der Parklücke gezwängt hatte, da eine Limo so dicht vor mir stand das man keinen cm nach vorne konnte) bin ich von Denver nach Boulder gefahren und das war (in einem Wort) SELTSAM! Seitdem Vicky weg ist war ich nicht mehr in Boulder, da einletztes Mal hinzufahren und zu wissen dass man dieses Mal nicht Vicky abholt war komisch. So bin ich also etwas durch Boulder gefahren und dann noch etwas in die Rockys, aber nicht weit. Es war ein echt schöner, (geplant) Dramatisch-Traurig-Abschließender Tag und auch wenn das alles etwas deprimierend klingt hatte ich meinen Spaß.

Die Bilder sind übrigens alle von mir, aber dieses mal bearbeitet (Photoshop – nicht Instagram), da ich sie etwas trist fand.

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Sie ist weg 😦 Seit ein paar Minuten sitzt meine liebste Au-Pair-Freundin im Flieger zurück nach Deutschland (bzw. erstmal nach New York). Und ich wäre nicht ich, wenn ich mich da nicht erstmal ne Runde schön reingesteigert habe… Aber fangen wir am Anfang an.

Vicky und ich haben uns letzten Dezember (ich glaube bei Madlens Geburtstag) kennen gelernt und auch etwas unternommen aber so wirklich los ging es erst Anfang März. Jede Woche zusammen irgendwohin (und wenn es nur das Kino war) und als es dann Sommer wurde haben wir uns zeitweise dreimal die Woche gesehen.
Im Klartext sie ist (ich weigere mich ‚war‘ zu sagen) für mich der wichtigste Mensch hier in den USA. Sie hat mein Jahr hier um so viele Dinge bereichert und ich hätte nie gedacht hier eine so gute Freundin zu finden. *schmalz-schnulz-tropf*

Sonntagnacht kam meine liebe Vicky also von ihrem Reisemonat (besser gesagt ihren Reise-zwei-Wochen) wieder und gestern haben wir uns ein letztes Mal getroffen. Ich war schon bei der Hinfahrt kurz vorm Heulen, aber das ging dann schon. In Boulder war dann alles beim Alten, nur Rotze haben wir beide im Kopf. Ich hab ihre Nachfolgerin kennen gelernt (auch ne sehr nette :D) und sie hat sich von ihrem Baby verabschiedet und damit wir gar nicht in großes Rumjammern versinken, ging es gleich zum letzten mal shoppen, danach noch ne Runde Leute im Starbucks genervt (Abschiedsgeschenk überreicht) und ab in die Pearlstreet um sich mit Vickys Nachfolgerin und ihrer Freundin zutreffen. Dort stolperten wir dann erstmal hübsch in ein AuPair-treffen. Total lustig da dabei zu sitzen. Vor 10 Monaten waren diese Treffen immer etwas… Wie soll ich sagen? Anstrengend, man wollte UNBEDINGT neue Freunde (hier in der Fremde) finden, einen guten Eindruck machen, sich mit seinem Englisch nicht blamieren und so weiter.
Doch dieses Mal saß ich da, mein Jahr schon fast hinter mir, mit (hoffentlich) verbessertem Englisch und mit der coolsten Socke in ganz Boulder neben mir. Im Klartext, ich fand das ganz lustig. Vor allem weil man sich so in ein paar Mädels echt wieder erkannt hat. Im Übrigen glaube ich, dass Vicky und ich dem Grüppchen da ganz schön auf den Wecker gingen.
Was folgte war klar, zu viert (mit Vickys Nachfolgerin plus Freundin) ging es in die Cheescake Factory essen (Steak Diane natürlich) und dann ein letztes Mal ins Old Chicagos. Alle nach Hause kutschiert, dazu laut ‚Call me mabey‘ und ‚Wenn ich tanzen will‘ gehört (FRAGT NICHT!) und dann kams. Abschiednehmen. ICH HASSE ES!

Wir hatten es eigentlich relativ, kurz und schmerzlos. Vicky rief noch ein ‚tschüssikowski‘ und dann sahs ich wieder im Auto. Wasserfallmodus = AN! Ich hab den halben Weg von Boulder zurück nach Northglenn geheult als würde Vicky nicht nach München sondern in den Iraq fliegen und als würden wir uns nicht in ca. einem sondern in frühestens 24 Monaten wieder sehen. Heule-Mophie halt!

Jetzt hab ich gerade etwas frei und suhle mich in Selbstmitleid. Nein! Mir fehlt sie jetzt schon unglaublich, weil Vicky einfach zu meinem Leben hier gehört und obwohl ich echt nicht mehr lange da bin (in einem Monat bin ich schon daheim), so kann ich mir es irgendwie gar nicht vorstellen das Vicky nicht ne halbe Stunde weit weg wohnt sondern jetzt mit dem Rest der Menschen die mir wichtig sind in Deutschland hockt. Im Klartext, heut ist ein Scheißtag. Vicky ist Heimgeflogen! Aber ansonsten geht es mir super 😉

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Morgens halb zehn elf in Deutschland Colorado (also gestern).
Ich stehe in Boulder und hole Vicky ab, denn da sie nur morgens arbeiten musste, haben wir unseren Roadtrip (den wir letzte Woche schon machen wollten) dieses Wochenende gemacht…
Und es ging zum Great Sand Dunes National Park. Wuhuuu… Was kann man sich darunter Vorstellen? Dazu kommen wir später ;-).

Wir sind also am späten Morgen losgefahren und sind auch gleich wahnsinnig weit gekommen, zum Starbucks.
Vicky hat sich nen Kaffee geholt und dann ist ihr aufgefallen, sie hat ihre Kamera zu Hause vergessen. Also wieder zurück und aufs Neue los.
Vor uns lagen knapp fünf Stunden Autofahrt und natürlich haben wir uns nur gelangweilt (Achtung Ironie), wir haben Sportwagen gezählt, Musik gehört und lauthals mitgesungen (aktueller Lieblingssommerhit ‚Call Me Mabey‘ wahrscheinlich nur wegen ein zwei Erinnerungen die damit verbunden sind aber hey…).
Ein Party-Bus Ford sozusagen.

Zuerst ging es über den Highway immer Richtung Süden.  Allein durch den Großraum Denver brauchten wir ne Stunde und danach begegneten wir nur noch kleineren Orten am Rande des Highways. (Colorado Springs, an dem wir vorbeifuhren mal ausgenommen). Nach ein paar Stunden mussten wir vom Highway runter und quer durch die Botanik. Sprich kleine Dörfer (wie im Wilden Westen), weite Landschaft usw. aber es war sehr viel mehr los als damals in Wyoming (was mir Vicky nicht so ganz glauben wollte). Überhaupt waren wir glaube ich,  dezent anstrengend.  Also für jeden der uns begegnete und uns ertragen mußte (Tanke ect.)
Und dann waren wir da…

Mitten vor den Rocky Mountains war einfach ein riesiger Sandhaufen, aber so richtig. Es sah aus als stände man nicht mitten in Colorado sondern irgendwo in der Sahara.
Wir habe dieses Naturspektakel natürlich mit dem entsprechenden Ernst behandelt und sind: „Die

Ja, DAS ist in Colorado

Karawane zieht weiter, der Sultan hat Durst…“ singend diesen Riesen(sand)haufen entgegen gestiefelt. Vicky war ja zu Anfang der Meinung wir sollten da ganz nach oben laufen.  Diplomatisch wie ich bin habe ich ihr gleich freundlich erklärt: „Viel Spaß, das kannste allein machen!“
Wer schon mal über längere Zeit auf Sand gelaufen ist wird mir zustimmen.  Das war echt anstrengend und gewindet hat es natürlich auch entsprechend. Wenn Vicky kein zweites paar Turnschuhe dabei gehabt hätte, wäre ich mit meinen Ballerinas  echt am Arsch gewesen.

Es war insgesamt schon einiges los und auch etwas seltsame Gestalten zu sehen. Als wir im Besucherzentrum waren, stand da am Eingang eine Familie,  alle mit Wüstenhüten und ner Ausrüstung als würden sie gleich wirklich quer durch Afrika stiefeln. Aber jeder wie er mag. 😀

Auf den Dünen selber hat es gewindet ohne Ende (= Sand überall), einige Leute sind mit Schlitten und Snowboard gekommen und die Abhänge runtergefahren… Ich dachte mir: „Hey, das müsste man doch auch auf ner Plastiktüte können, funktioniert im Schnee ja auch!“ Um euch die Entäuschung zu ersparen: es funktioniert nicht  Aber einen ‚Sandengel‘ kann man machen  (ja… Ich lasse keine Dummheit aus).

Ach... Nur etwas Sand im Schuh

Ach… Nur etwas Sand im Schuh

Nach ner Weile verging uns aber die Lust im Sand zu spielen und außerdem gingen uns die Wüsten/Jesuswitze aus. Also zurück zum Auto gestiefelt (Schuhe entleert) und überlegt was wir jetzt tun wollen und da zeigte sich: wir sind quasi schon Amerikaner! Vicky hatte Lust auf Starbucks also ins Navi eingegeben wo denn der nächste Starbucks ist.  In 27 Meilen – in der falschen Richtung 🙂  also nix wie hin. Wieder durch den Wilden Westen und wir sind auch über ein Bächchen gefahren vor dem ein Schild stand ‚Rio Grande‘. Nunja, ich dachte HAHA, die haben nur den selben Namen (weil der Bach hatte überhaupt nichts mit dem Fluss gemeinsam unter dem ich mir den Rio Grande vorstelle).Vorhin hab ich gegoogelt, es war wirklich der Rio Grande.

Kurz vor der Ankunft am Starbucks haben wir ein ‚True Grit – Steakhouse‘ gesehen. Den Film ‚True Grit‘ (ein Western) habe ich in Pennsylvania geschaut, einen Tag bevor der Familienvorschlag aus Denver kam (Papa meinte dazu nur:“ Was wäre passiert wenn du Star Wars geschaut hättest?“). Zurück zum Thema, wir haben unseren Plan also kurzerhand geändert und wollten dort ein Steak essen gehen, die hatten leider zu. Also weiter (dieses Mal in die richtige Richtung) und tatsächlich nur ein paar Meilen später saßen wir jeder über nem saftigen Steak, um uns für die letzte Etappe zu stärken.
In der Dämmerung fuhren wir los und gegen halb eins waren wir wieder in Denver. Wieder eine absolute Chaosfahrt, mit etwas Wehmut da es unser letzter Samstag zusammen in den USA war.

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Blick auf die Rocky Mountains (zwischen Denver u. Boulder)

Es ist August (wo kommt der den auf einmal her?). Mein letzter ganzer Monat in den USA hat angefangen, ab jetzt heißt es ’nächsten Monat‘ komm ich nach Hause. Seltsames Gefühl? Ehrlich gesagt, keine Ahnung.
Gestern Abend saß ich draußen und dachte darüber nach wie die nächsten Wochen laufen werden. Mit meinen Kids ist alles super im Moment. Die Probleme sind nicht gänzlich verschwunden aber es ist besser geworden und dafür bin ich so dankbar dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

Als ich gestern beim Schwimmunterricht saß ruft mich meine Hostmum an, sie wollte nur kurz checken ob mein Handy an ist und mir sagen, dass sie mir gleich ne SMS schickt. Ich sitz da… Hä? Und da ich ja ein von Grund auf positiv eingestellter Mensch bin überlege ich erstmal was ich falsch gemacht haben könnte :D. Dann kommt die SMS an…

Leute ich hätte fast geheult… Vor Freude. Sie meinte, sie ist so dankbar mich zu haben und was ich alles tue das sie mir was schenken wolle, eine Show, Gutschein für einen Salon oder nen Trip mit einer Freundin. Ich dachte echt nicht sehe nicht richtig und ich mein jaaa ich arbeite manchmal länger, aber das ist doch selbstverständlich und ich hätte das echt nicht erwartet. Gefreut hab ich mich trotzdem wie ein kleines Kind.
Ich hab wirklich eine klasse Gastfamilie (nicht nur deswegen) und das neue Au Pair soll ja nett zu ihnen sein, sonst komm ich zurück und trette ihr in den Hintern ;-).

Darüber habe ich gestern nachgedacht und wie es in Pennsylvania war (höhö… In einem Wort: beschissen, außer die Trips mit Tati und Nadja). Ich hatte also einen bisschen meinen Sentimentalen und war am Planen (jaaaa Planen und Listen schreiben, I love it!).

Ich schau auf meinen Kalender und denk mir so, jaaa an dem Wochenende ende August könnten Vicky und ich ja wegfa… Nein, Scheiße! Dieses (also das kommende) Wochenende ist unser letztes zusammen in Colorado. Nächste Woche beginnt ihr Reisemonat und dann seh ich sie noch einmal kurz am 27. bevor sie am 28. August Heim fliegt. Scheiße! Aber den offiziellen… Sie ist weg Beitrag mit viel auf die Tränendrüse drücken kommt noch später… Irgendwann … Ich wäre ja nicht ich, wenn ich mich darein auch noch ein bisschen reinsteigere ;-).

Im Großen und Ganzen hatte ich mal wieder den Gedanken, von hier weg zu gehen wird evt. doch nicht soo einfach wie gedacht und das obwohl ich mich unglaublich auf Zuhause freue, auf die ganzen Pappnasen, mein Europa (*hust* Stuttgart *räusper* London) und einfach alles.
Ich plane schon die Monate nach meiner Rückkehr und irgendwie bin ich in den ersten vier Wochenenden mehr unterwegs als in meinem Stuttgart (keine Beschwerde hier).

Nachdem ich meinen Sentimentalen wieder im griff hatte, habe ich Vicky angerufen wir haben gequatscht und festgestellt sie hatte ihren Sentimentalen ebenfalls gerade eben.

Heute Morgen habe ich meinen August Brief aufgemacht (ihr erinnert euch? Das ganze Pack Gabi, Natha, Kate, Melle, Miray, Mama, Joosel, Bebe, Pia, Doro, Stanzie und Co usw. haben mir zum Abschied ein Briefpäckchen mitgegeben (bis jetzt ohne Briefbombe ;-)) wo für jeden Monat meines Jahres ein Brief drin war/ist). Der August-Brief war von Stanzie und ihrer Familie, ich hab mich riesig gefreut, alle haben was geschrieben :D.

Übrigens vielen, vielen, vielen Dank für all die lieben Kommentare die ihr mir hier immer Hinterlasst. Ich freu mich über jeden einzelnen immer unglaublich und bin immer wieder erstaunt wie viele Leute diesen Blog lesen, die ich nicht mal persönlich kenne.
Vielen Dank dafür 😀

So, jetzt stell ich die Sentimentale-Abschiedsgeplagte-Abschiedsvorfreudige-Sophie wieder in den Schrank und warte darauf das meine Kids antanzen damit wir was machen können (sind im Moment mit ihrer Mum unterwegs). 😉

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„Oh, say can you seeeeeeeeeeee…“
Gestern war der 4. Juli 2012, der Independence Day (gleich im Voraus, nein… Will Smith hat nicht die Welt gerettet – war im Allgemeinen eher unspektakulär). Vor 236 Jahren wurde die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichnet und wie feiert man als kleines Au Pair in den USA diesen Tag?

Da Vickys Hosties gerade nicht in der Stadt sind, haben wir relativ schnell beschlossen gemeinsam zu feiern. Nur wie genau? Meine Gastfamilie war bei Freunden zum Barbecue (Grillen) eingeladen, aber da es gerade mit Sarah und Jack etwas schwierig ist war ich nicht wirklich scharf darauf mit ihnen zu feiern. In Denver wäre die Hölle los gewesen darum beschlossen wir in Boulder zu bleiben.

Wegen den Feuern in Colorado wurde es verboten Feuerwerk zu haben/abzuschießen (jedenfalls in Boulder, keine Ahnung wie es in den anderen Teilen in und um Denver aussah). Mein Arbeits-4.-Juli war sehr gut, seitdem Sarah’s beste Freundin Bonny weggezogen ist läuft es wieder besser zwischen uns und ich durfte gestern früher Schluss machen um zu Vicky zu fahren. Zuerst habe ich groß eingekauft und endlich dämliche Souvenirs gefunden (hättet Ihr anhand des Fotos nieee gedacht, oder? ;-)) und jede menge zu essen gekauft. Bei Vicky wurde dann gekocht (Rosmarienkartoffeln, Paprika, selbst gemachte Kräuterbutter und Steak).

Das ganze gestaltete sich eigentlich wie ein ganz normaler Abend, bis darauf das wir mit komischen Accessoires Rumgelaufen sind, einen paar Knallerbsen geworfen haben und kleinere Böller (die anscheinend erlaubt waren) versucht haben anzuzünden.
Versucht?
Ja, versucht! Wir haben se angezündet und es ist nix passiert… Irgendwann (wortwörtlich stunden später) haben wir herausgefunden das man die Schnur nicht anzünden muss sondern nur daran ziehen und dann kommen Luftschlangen raus -.-.

Nachdem wir auf dem Balkon standen (da wir dachten Feuerwerk gehört zu haben), haben wir schließlich beschlossen etwas durch Boulder zu fahren – evt. ist woanders ja was los.
Um ne lange Story abzukürzen – Nein. Boulder war wie immer.
Selbst am University Hill (da sind die ganzen Studentwohnungen und Verbindungshäuser) war nix los.
Zurück nach Hause unseren Nachttisch gegessen und Grey geschaut.
Jaaa… Kein besonders spannender 4. Juli. Aber schön wars trotzdem.

Noch kurz ne Info; Meine Nachfolgerin steht fest. Sie kommt aus Brasilien ist 25 (glaub ich), soweit ich weis kommt sie (nach Denver) an demselben Tag an dem ich nach Hause fliege, dem 27.09.

Und zum Schluss, ÜBERMORGEN GEHT ES ZU MIRAY!!!!

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Wuhuu… Ein paar echt tolle Tage liegen hinter mir (das Wochenende XD – nein Spaß). Es fing gleich am Freitag an, Vicky und ich haben seit Monaten auf einen Film mit zwei unserer Lieblingsdarstellern zu sehen, dieser kam letzten Donnerstag raus. Wir wollten gleich am Freitag rein, aber zuerst sah es so aus als könnte ich das Auto nicht haben aber… Im Endeffekt bin ich dann mit unserem großen Van zu Vicky nach Boulder. Ein ziemlich normaler Freitag stand vor uns, Cheescake Factory, Kino… Quasi wie immer 🙂

Es ist in den letzten Wochen ein ungeschriebenes Gesetz das ich sonntags nichts mache sondern etwas Zeit für mich habe, das ging bis ca. 17:00 Uhr ganz gut… Da habe ich einen Hilferuf von Vicky bekommen, sie wäre quasi gestorben vor Langeweile. Ich habe mich also in mein Superman-Outfit gezwungen (bzw. aus den Gammelklamotten in etwas Normales) und bin auf nach Boulder zu Vicky, die gerade Sturmfrei hat. Doch anstelle auf der Couch zu versumpfen sind wir los zu Walmart gefahren (jaaa nach neun Monaten habe ich es da auch mal hingeschafft) um einen Punkt  von meiner Löffel-Listeabzuhaken. Wir wollten Souvenirs/Accessoires für den 4. Juli (Independence Day) kaufen.

Vicky: „Das MUSS in deinen Blog, deine Zeit hier läuft ab“

HAHA! Weder im Walmart, noch bei Kings Supers, Target usw. gab es das was wir wollten. Keine lustigen Hüte, keine Ketten… Alles sehr enttäuschend. Aber dafür haben wir lustige Fotos gemacht und den Rest des Abends beim Sushi essen verbracht… Sehr lecker! Und wir haben geplant was wir am 4. Juli machen… Aber das berichte ich wenn es vorbei ist.

Tjaa und heute? Fertig mit der arbeit… Ab zu Vicky (immer noch allein Zuhaus). Der Plan, wir kochen! Aber so ganz, die ganze Zeit Zuhause bleiben… Das haben wir nicht hinbekommen. Wir waren vor ein paar Wochen bei der Pediküre und haben uns heute mit entsetzen unsere Füße angesehen, ich will jetzt nicht sagen grauenhaft aber auch nimmer hübsch. Also haben wir uns einen Nail-Shop im Internet rausgesucht und sind da hingefahren (es war halb sieben, aber als wir da angerufen haben meinten sie wir können noch vorbei kommen), ab ins Auto also und… Suchen. Soll ich die Story abkürzen?
Unsere Nägel sehen aus wie davor, wir haben keinen einzigen Shop gefunden der offen hatte und den welchen wir rausgesucht haben, haben wir gar nicht erst gefunden. Also wieder Heim und kochen unsere Geldbeutel haben daraufhin ne Party gefeiert.

Unser Gericht nennt sich: Zerhackte Kinder mit Reis (ja, wir lieben unseren Job wirklich ;-)). Der Titel ist nur aus einem dummen Spruch entstanden, keine Sorge. In Wirklichkeit ist es Hühnchen mit angebratenem Gemüse und Reis, dazu ein unglaublich leckere Cheescake zum Nachtisch. Das Ladies and Gentleman ist die ‚Vicky and Sophie Factory‘ (nicht verwand oder verschwägert mit der Cheescake Factory). Wir hatten echt Spaß beim kochen und essen, es war wie im Film. Das große Haus, zwei Mädels beim kochen, ein Gewitter… Irgendwie klingt das so als käm der Axtmörder gleich um die Ecke. Er kam nicht!
Nein, ich lebe noch… Und am Mittwoch seh ich Vicky schon wieder, denn da ist Independence Day, jaa wir kosten die letzten Wochen noch echt aus.

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Hey Ho,
Hier ist er also mein erster Eintrag im Dezember. Mittlerweile durfte ich von meinem tollen Abschiedsgeschenk (dem Ultimativen Homecoming Adventskalender (beinhaltet 13 Briefe für jeden Monat einen bis Oktober 2012)) drei Briefe aufmachen. Krass, oder?
Seit 72 Tagen bin ich nun in den Staaten.
Aber nur zu meinem Bericht der letzten Tage.

Letzte Woche bin ich am Donnerstag morgens aufgewacht, schaue aus dem Fenster und es war alles weiß. Ich dachte zuerst ich spinne und hab reflexartig mich nochmal zurück in die Kissen gelegt, es ist weiß bis heute-

Am Wochenende habe ich mich Samstag Abend mit einigen anderen Au Pairs getroffen, wir waren in Boulder im Old Chicago essen und danach sind wir zu den Studenthäusern gefahren.
Es war schweinekalt, wir sind durch die Gegend mit den Verbindungshäusern gelaufen und dass ist wirklich wie im Film, mit ΔΝΧ über den Türen.
Ich war auf meiner ersten College Party, allerdings keine große nur in einer kleinen Bude, mit evt. 10 Leuten außer uns sechs Au Pairs und naja, wirklich toll wars nicht aber definitiv ne Erfahrung.
Am darauffolgenden Tag habe ich mich abermals mit ein paar Au Pairs getroffen und wieder gings durch Boulder, am Abend wollten wir eig. Schlittschuhlaufen gehen aber es hat geschneit als gäbe es kein morgen. Also ging es stattdessen früher nach Hause.

Und wie jedes Kind in Deutschland weis kam am sechsten ja der Nikolaus, ein paar Tage vorher habe ich meine kleinen gefragt ob wir es versuchen sollen (sie kannten den Nikolaus ja nicht) ob er kommt, da sie ja nen german-Au Pair haben könnte er doch evt auch ihnen etwas in die Stiefel stecken.
Lange rede, kurzer Sinn. Er war da! Die drei haben sich riesig gefreut und wollten alles mögliche über ihn wissen, via Skype hat ihnen Gabi die Geschichte des Nikolaus schon im vorraus erzählt gehabt und mir wurden am Dienstag lauter fragen gestellt, wie er wohl her gekommen ist (geflogen und wie? Schlitten? Flugzeug?). Sehr lustig mit ihnen darüber zu reden.

Gestern ging es zu Madlen’s Geburtstagsfeier nach Boulder (wieder im Old Chicago mit Alkoholfreien Cocktails) und ich finde die Zeit verfliegt hier echt schnell.
Mir geht es sehr gut, ansonsten gibt es im Moment kaum etwas zu berichten.

Außer das meine große heute Geburtstag hat, sie wird neun.

UND! Unser Weihnachtsbaum steht schon, er ist aus Plastik und wurde zusammengeschraubt. So froh ich auch bin hier zu sein! Beim anblick wie man einen Weihnachtsbaum zusammenschraubt hätte ich fast geheult.

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