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Nächste Woche… Was? Schon?

…und es reihen sich letzte male an letzte male.
Meine letzte ganze Woche in den USA hat angefangen und nächste Woche (wie seltsam das klingt – nächste Woche) geht es zurück nach Deutschland. Könnt ihr das glauben? Ich noch nicht so ganz.

Die letzte Woche ging so weiter wie sie begonnen hatte. Bis darauf das ich einen der schönsten Arbeitsfreitage überhaupt hatte. Meine Gastmutter war ja ab Mittwoch auf Geschäftsreise und der Mittwoch und Donnerstag wahren ganz normal unspektakulär. Auch der Freitag begann so, mein Hostdad ging zur Arbeit und ich war mit Sarah alleine. Wir haben angefangen Schule zu machen (was ohne Bockerei von statten ging) und hatten dabei sogar richtig Spaß. In Kunst musste sie ein Bild von ihrem Traumhaus malen und hat dann daneben geschrieben wer alles darin wohnt (ich war auch dabei). Als wir nachmittags mit den Schuleaufgaben fertig waren haben wir den Abwasch ZUSAMMEN gemacht und dann gespielt. Das Spiel (wir haben ‚Hotel‘ gespielt bzw. Parkservice – fragt nicht!) hat Sarah so viel Spaß gemacht, dass sie echt traurig war als ich los bin um Jack von der Schule abzuholen. Danach wurde Zuhause weiter gespielt, mit Jack dazu. Ami-Kinder haben übrigens freitags nie Hausaufgaben auf, ich finde das sollte es in Deutschland auch geben ;-). Jack habe ich Abends noch zu Karate gebracht und damit endete die letzte Woche in der ich fünf Tage gearbeitet habe, denn von morgen früh bis übermorgen fahren meine Gasteltern plus die Kinder nach Indiana um den Opa beizusetzen und ich bleibe in Denver. Was ich o.k. finde. Folglich muss ich diese Woche nur drei (maximal dreieinhalb) Tage arbeiten und dasselbe gilt für nächste Woche, da ich ja am Donnerstag fliege (unglaublich).

Ich habe am Wochenende das letzte Mal meine Mall besucht und mir dort erstmal noch ne neue Frisur verpasst. Es ist echt bitter, in Stuttgart habe ich 19 Jahre gelebt und mich hat NIE jemand beim Friseur wieder erkannt, doch hier. Ich sitze keine fünf Minuten in dem Stuhl kommt da kommt die Frau vorbei, welche mir das letzte Mal die Haare geschnitten hat sie sieht mich lacht und begrüßt mich, fragt wie es meinen Kindern geht, ob es bald Heim geht usw. Ansonsten war der Besuch in der Mall nett (ich fand die Frau welche mir letztendlich die Haare gemacht hat nicht so super, aber ihren Job konnte sie ;-)).
Naja, danach habe mich mir einen zweiten Koffer gekauft (nach einer Odyssee durch die verschieden Läden ‚Marshalls‘, ‚Ross‘, ‚Walmart’… Bei ‚T.J. Maxx‘ habe ich dann einen tollen Gefunden). Außerdem habe ich mein Abschiedsgeschenk fertig gestellt. Ich habe einen großen Bilderrahmen gekauft und diverse Bilder von den Kindern und mir entwickeln lassen. Es ist echt schön geworden, ich werde noch die Lieblingsschokolade von den Kindern kaufen und einen Blumenstrauß für meine Hostmum. Soweit der Plan.

Ich kann es eigentlich gar nicht glauben, nur noch eineinhalb Wochen bin ich Au Pair.
Die Freude auf Zuhause ist sehr groß und doch glaube ich mittlerweile das Stanzi recht hatte und ich um die ein oder andere Träne nicht drum herum komme.

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Heute vor einem Jahr war ich Frankfurt und hab mein Visum beantragt.
Sprich, Gabi kene ich jetzt seit vier Jahren und noch kein Ende in Sicht. Leider konnten wir heute aus (offensichtlichen Gründen) nicht zusammen feiern. Aber ich glaub dem Rest der Welt gingen wir auch so auf diversen Sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook) auf den Zeiger ;-). Wir zelebrieren diesen Tag ja meistens so, wie es ansonsten nur verliebte Teenies machen (obwohl wir nur befreundet sind, gibt es Pralinen und Blumen – für mich dieses Jahr :D) und dementsprechend gehen wir allen auf den Keks. Aber ich hab mich tierisch über Gabis Überraschungspost gefreut.
Da klingelte ein Mann von Fleurop und ich dachte noch: „Das ist aber Unpassend wenn jetzt Beileids-Blumen für meine Gastmutter kommen und die gerade auf Geschäftsreise ist.“ Doch Sarah meinte dass die Blumen für mich sind und ich steh da… Hä? Wer schickt mir denn Blumen? Hat Alex Pettyfer, Hugh Jackman oder Orlando Bloom endlich erkannt das ICH diejenige bin nach denen sie sich seit Jahren verzehren? (Jeder Groschenroman hätte diesen Satz nicht schöner formulieren können). An den Kennenlerntag von Gabi und mir hatte ich insofern nicht gedacht da wir uns schon auf Facebook gratuliert hatten. Aber nein. Ich öffnete den Karton, lass die Karte und brach in schallendes Gelächter aus. Es gibt keinen der bessere Freunde hat als ich!
(An dieser Stelle noch ein lieber Gruß an alle die meine Freunde sind, die Family im besonderen :D)

In meinem AuPair Leben verläuft alles nach wie vor gut. Sarah und ich hatten uns heute alleine und es hat richtig Spaß gemacht. Wir haben gebastelt, geHome-schult (Wortkreation ala Sophie) und es war wieder so schön entspannt wie vor den Sommerferien. Mit Jack war ich vorhin bei Karate, wo er hoch gelobt wurde. Nur Anna bekomm ich zur Zeit kaum zu Gesicht 😦 . Aber im Moment läuft es mit den dreien echt gut…

Jetzt fragt ihr euch sicherlich noch warum da was von Klischees im Titel steht, oder?
Also… Seit mal ganz ehrlich, was ist den euer Negativprototyp eines Amis? Ich muss sagen, so viele Klischees in diesem Jahr entkräftet wurden, eines wurde erfüllt… Und es läuft auf zwei Beinen:
In meiner Straße wohnt ein Kerl der ist wirklich der Typische-Ami ist. So wie ihn man sich vorstellt. Dabei rede ich jetzt nicht vom aussehen sondern eher von der Einstellung und seiner Auffassung wie es in anderen Ländern zugeht und er ist UNGLAUBLICH von sich selbst überzeugt und kann alles. Neulich meinte er zu mir ein Freund von ihm hätte sich ins Netzwerk des FBIs eingeheckt und sei nicht erwischt worden (die zwei gehen zur Highschool – das gehört also wieder in die Kategorie, ich bekomme Blumen von George Clooney, danke an dieser Stelle, George). Für ihn (also nicht für Mr. Clooney sondern den Kerl aus meiner Straße) ist Amerika das beste Land der Welt (dagegen kann man nichts sagen – jeder wie er will) und alles was jenseits des Atlantiks ist oder nicht-Amerika, ist quasi ein Entwicklungsland. Falls in Deutschland bald Care-Packete ankommen (so mit Seife und Decken) dann sind die wahrscheinlich von ihm (kein Witz, das überlegt er sich gerade, aber die gehen dann auch nach China und so… Nicht nur Deutschland). Er ist wirklich nett, aber hat irgendwie eine komplett komische Weltanschauung.

Ich skype nach wie vor viel, erst gestern mit den drei Schweizern und naja… Geniesse meine Tage hier, freue mich aufs Wochenende. Alles wie immer 😀 Heute ist Christin Heimgeflogen.

Neuigkeiten am Samstag

Der Großvater meiner Hostkinder ist gestern Nacht gestorben.
Ich habe es um ehrlich zu sein eher zufällig erfahren. Kurz nachdem ich aufgewacht bin, hat es an meiner Tür geklopft und meine Hosteltern haben gefragt ob ich etwas auf die Kinder aufpassen könnte.
Natürlich habe ich ‚ja‘ gesagt. Meine Hosties mussten nämlich etwas mit der Frau des Hostgroßvaters reden.

Ich sitze also oben an der Theke, dann meint mein Hostdad das es schon komisch seie dass der Grandpa gestern noch da war und heute nicht mehr. Ich habe nachgefragt und mein Hostdad war ganz erstaunt, dass ich es noch nicht wüsste. Er wäre gestern Nacht zwischen elf und zwölf gestorben.
Sie sind hier traurig, aber vor allem muss sich jetzt um einiges gekümmert werden.
Ich habe keine Ahnung wie die nächsten Wochen aussehen werden und auch nicht wie es mit der chinesischen Großmutter weitergeht. Der Grandpa hat sie vor ein paar Jahren geheiratet, sie wohnt hier. Die beiden sind aber seit ich hier war, hin und her gezogen… Sie war ein paar Monate in China, er ist immer mal wieder nach Arizona und dann wieder zurückgezogen. Folglich ist es jetzt etwas undurchsichtig was passieren wird.
Für meine Nachfolgerin ist es sicherlich besser, dass diese turbulente Zeit jetzt kommt und nicht erst wenn sie eintrifft. Und meine letzten Wochen haben noch einmal eine gehörige Portion Aufregung.

Im Gegensatz zu meinem Wochenende. Ich habe mein Gehalt für diese Woche noch nicht (was kein großes Ding ist, ich bekomme es immer zwischen Freitag und Montag) und somit fällt mein geplanter Koffer und Abschiedsgeschenkekauf für dieses Wochenende ins Wasser. Das nächste wird also etwas hektischer aber ist ja nicht schlimm ;-).

Um die Wahrheit zu sagen, ich habe keine Ahnung wie die nächsten Wochen hier aussehen.
Ich werde allmählich etwas traurig Colorado zu verlassen, aber ich freue mich nach wie vor soo unglaublich auf Zuhause das ich abends hibbelig im Bett liege und die Stunden zähle.
Nicht das ich aufgeregt bin, oder so.

Die ersten Tage im September

…und da ist September! Morgen in drei Wochen flieg ich Heim.
Zeit wird es. Es ist zwar schön hier aber irgendwie reicht es jetzt definitiv. Nächste Woche fliegt Christin (meine Nachfolgerin bei meiner ersten Familie, die auch gewechselt hat) nach Hause, Vicky ist schon zu Haus und mittlerweile sind kaum noch Mädels von 2011 da.

Mein Arbeitsplan hat sich komplett gewandelt. Sarah macht es einem im Moment nicht leicht und ich komme kaum noch an sie ran. Daher arbeite ich gerade eher als Taxifahrerin. Morgens von ca. 7-11.00 Uhr und dann abends von ca. 15-19.00 Uhr. Ich fühl mich etwas nutzlos dabei (wieder ein Grund warum ich die Tage zähle).
Meine Gastfamilie… Vor allem meine Gasteltern sind nach wie vor super.
Trotzdem frag ich mich für was sie mich im Moment und meine Nachfolgerin dann noch brauchen… Aber Hey!

Ansonsten… Es war ein sehr normales, langweiliges Wochenende.
Am Samstag war ich im Outlet shoppen (Jeans und einen paar Shirts), ich hab mir extra Zeit gelassen und ich fand es eigentlich ganz entspannt alleine einkaufen zu gehen. Glaubt mir ich habe die US-Wirtschaft gestern noch ein ganzes Stück vorangetrieben ;-).
Danach bin ich Heim gefahren und habe den Rest des Samstages mit Sims spielen usw. verbracht. Also wirklich nichts Besonderes und nach einer echt doofen Nacht (schlecht geschlafen) ging der Sonntag genau so gemütlich weiter.
Am Montag hatte ich unerwartet frei (da Labor Day = so was wie der erste Mai bei uns). Das erstmal das ich an einem Feiertag der unter Woche liegt frei hatte. Auch an diesem Tag hab ich auch nix besonderes gemacht. Ihr seht hier tut sich eigentlich nichts.

Bei meiner Gastfamilie ist alles soweit beim alten, naja… Nicht ganz. Der Großvater ist jetzt in einem Pflegeheim da es ihm immer schlechter ging. Wird aber jetzt seine Medikamente absetzen und Heim kommen. Ich schätze ihr könnt euch denke was das heißt. Ich bin ein bisschen gemein und hoffe es passiert nicht noch während ich hier bin.

Also im Allgemeinen nichts Neues… Aber mir war nach schreiben 😉

Die lieben Kleinen…

Ich mochte mal Kinder, dann wurde ich AuPair in den USA.
Natürlich war das ein Witz, ich mag Kinder immer noch (am liebsten mit Gemüse und schön angebraten, schmeckt fast wie Hühnchen). O.k… schlechte Witze aber jaaaa… Es ist halt stressig mit den Kindern.

Was mich diese Woche echt sauer/traurig etc. gemacht hat ist eine Aktion die Jack gebracht hat. Ich hatte am Mittwoch (glaube ich) einen echt stressigen Tag hinter mir als ich ihn von der Schule abgeholt habe. Da eine von Sarah’s Katzen (mal wieder) krank war, wollte diese mit ihrem Vater in die Tierklinik fahren und Jack sollte (und wollte mit). Sarah fand das nicht ganz so super und hat gemotzt. Naja, ich habe Jack bei den Hausaufaufgaben geholfen, da muss man bei seinen Matheaufgaben die Zeit stoppen (wie lang er braucht um fertig zu werden). Ich hab mein Handy danach auf dem Tisch liegen lassen und die Beiden aufs weggehen mit ihrem Dad vorbereitet, unter anderem den Fernseher ausgemacht weil Jack ansonsten wie ein Zombie davor sitzt. Jack war stinksauer auf mich und wenn er sauer ist kann man sich ihm nicht mal nähern ohne das er hysterisch anfängt zu heulen. So ging also mein Mittwoch zu Ende. Abends fiel mir auf, dass ich mein Handy nicht hatte, bin also noch mal hoch um es zu holen. Es war weg! Ich hab den halben oberen Stock durchsucht und es nicht gefunden. Das gleiche mehrmals in meinem Zimmer gemacht und bin fast durchgedreht. Schließlich bin ich ohne mein Handy (welches auch mein Wecker ist) ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen pünktlich aufgewacht, hoch gegangen. Jack saß vor dem Fernseher und ich fragte ihn ob er wüsste wo mein Handy sei. Er verneinte. Ich erklärte ihm kurz wie dringend ich es bräuchte und falls er wüsste wo es sein könnte, er es mir bitte geben sollte. Daraufhin ist er aufgestanden zu einer Schublade hinterm Fernseher gelaufen und hat mein Handy da rausgeholt!
Muss ich sagen, dass ich sprachlos bin? Ich hätte niemals im Leben in dieser Schublade nachgesehen. NIEMALS. Er meint bis heute er hätte es da nicht hingetan, ich habe Anna und Sarah dazu separat noch mal befragt. Die hatten keinen Schimmer… Und ich spiel nur ungern Sherlock Holmes (o.k. das ist gelogen, ich bin gerne Detektiv) aber der einzige mit einem Motiv ist Jack. Bin ich wirklich so schlimm und ungerecht dass man mir mein Handy klauen und es verstecken muss um mir eins auszuwischen? Und da fragt sich noch mal jemand warum ich mich auf Zuhause freue.

Ansonsten waren die Kids diese Woche o.k. Schule mit Sarah ging super! Jedenfalls bis heute, da hat sie gebockt ohne Ende so das meine Hostmum schließlich aufgab (nachdem wir in Stereo über eine Stunde versucht hatten Sarah zur Schule zu überreden) und ich früher Feierabend machen durfte (mit Unterbrechung um Jack von der Schule und Anna vom Gym abzuholen). Egal wie sehr Sarah bockt, es gibt immer eine ‚Entschuldigung‘ für ihr Verhalten!

Damit jetzt kein falsches Bild aufkommt. Ich mag meine Gastfamilie. Meine Hostmum ist eine Seele von einem Menschen, mein Hostdad einfach Klasse auch über meine Hostbrüder kann ich mich nicht beschweren (auch wenn sie – wie alle Geschwister – manchmal nerven). Übrigens wenn ich irgendeinem AuPair/Mädel erzähle das ich Hostbrüder in meinem Alter habe, ist die erste frage immer: „Sind die heiß?“.
Zurück zum eigentlichen Thema, meine Gastfamilie ist klasse. Nur die Kindern sind extrem anstrengend und teilweise verletzend. Ich hatte schon mal so ne Phase wo ich mit Sarah sehr große Probleme hatte (etwa zu der Zeit als mein Papa hier war) und ich muss sagen, im Moment ist es auch nicht einfach. Aber ich mag sie trotzdem!

Vorhin hat übrigens in unserem Garten ein Anhänger gebrannt. JA, ihr habt richtig gelesen. Anna und ich kamen vom Gym wieder und es roch nach Rauch. Ich hab mir nix bei gedacht (da es immer Sommer wegen den Waldbränden schon das ein oder andere Mal so gerochen hat). Doch Anna hat sich umgeschaut und dann gefragt:“ Is this smoke supposed to be in our backyard?“ (sinngemäß dt.: „Ist das geplant dass es in unserem Garten qualmt?“). Ich bin daraufhin mit ihr nach hinten gelaufen und da brannte es in einem der Anhänger. Anna habe ich angewiesen zurückzubleiben und das Feuer dann mit dem Gartenschlauch gelöscht. Kein Anzeichen woher es kam, es brannte einfach im Anhänger.

Darf ich vorstellen: Super-Sophie. AuPair, Feuerwehrfrau, Freundin, Tochter, Enkelin, Nichte, Superstar, Cousine, unglaublich bescheiden ;-)…
– „Was ist es?“
– „Es ist ein Vogel“
– „Es ist ein Flugzeug“
– „NEIN, es ist Super Sophie

(OT: Just for Gabi: „I’m Batman“)

Tschüss Vicky

Sie ist weg 😦 Seit ein paar Minuten sitzt meine liebste Au-Pair-Freundin im Flieger zurück nach Deutschland (bzw. erstmal nach New York). Und ich wäre nicht ich, wenn ich mich da nicht erstmal ne Runde schön reingesteigert habe… Aber fangen wir am Anfang an.

Vicky und ich haben uns letzten Dezember (ich glaube bei Madlens Geburtstag) kennen gelernt und auch etwas unternommen aber so wirklich los ging es erst Anfang März. Jede Woche zusammen irgendwohin (und wenn es nur das Kino war) und als es dann Sommer wurde haben wir uns zeitweise dreimal die Woche gesehen.
Im Klartext sie ist (ich weigere mich ‚war‘ zu sagen) für mich der wichtigste Mensch hier in den USA. Sie hat mein Jahr hier um so viele Dinge bereichert und ich hätte nie gedacht hier eine so gute Freundin zu finden. *schmalz-schnulz-tropf*

Sonntagnacht kam meine liebe Vicky also von ihrem Reisemonat (besser gesagt ihren Reise-zwei-Wochen) wieder und gestern haben wir uns ein letztes Mal getroffen. Ich war schon bei der Hinfahrt kurz vorm Heulen, aber das ging dann schon. In Boulder war dann alles beim Alten, nur Rotze haben wir beide im Kopf. Ich hab ihre Nachfolgerin kennen gelernt (auch ne sehr nette :D) und sie hat sich von ihrem Baby verabschiedet und damit wir gar nicht in großes Rumjammern versinken, ging es gleich zum letzten mal shoppen, danach noch ne Runde Leute im Starbucks genervt (Abschiedsgeschenk überreicht) und ab in die Pearlstreet um sich mit Vickys Nachfolgerin und ihrer Freundin zutreffen. Dort stolperten wir dann erstmal hübsch in ein AuPair-treffen. Total lustig da dabei zu sitzen. Vor 10 Monaten waren diese Treffen immer etwas… Wie soll ich sagen? Anstrengend, man wollte UNBEDINGT neue Freunde (hier in der Fremde) finden, einen guten Eindruck machen, sich mit seinem Englisch nicht blamieren und so weiter.
Doch dieses Mal saß ich da, mein Jahr schon fast hinter mir, mit (hoffentlich) verbessertem Englisch und mit der coolsten Socke in ganz Boulder neben mir. Im Klartext, ich fand das ganz lustig. Vor allem weil man sich so in ein paar Mädels echt wieder erkannt hat. Im Übrigen glaube ich, dass Vicky und ich dem Grüppchen da ganz schön auf den Wecker gingen.
Was folgte war klar, zu viert (mit Vickys Nachfolgerin plus Freundin) ging es in die Cheescake Factory essen (Steak Diane natürlich) und dann ein letztes Mal ins Old Chicagos. Alle nach Hause kutschiert, dazu laut ‚Call me mabey‘ und ‚Wenn ich tanzen will‘ gehört (FRAGT NICHT!) und dann kams. Abschiednehmen. ICH HASSE ES!

Wir hatten es eigentlich relativ, kurz und schmerzlos. Vicky rief noch ein ‚tschüssikowski‘ und dann sahs ich wieder im Auto. Wasserfallmodus = AN! Ich hab den halben Weg von Boulder zurück nach Northglenn geheult als würde Vicky nicht nach München sondern in den Iraq fliegen und als würden wir uns nicht in ca. einem sondern in frühestens 24 Monaten wieder sehen. Heule-Mophie halt!

Jetzt hab ich gerade etwas frei und suhle mich in Selbstmitleid. Nein! Mir fehlt sie jetzt schon unglaublich, weil Vicky einfach zu meinem Leben hier gehört und obwohl ich echt nicht mehr lange da bin (in einem Monat bin ich schon daheim), so kann ich mir es irgendwie gar nicht vorstellen das Vicky nicht ne halbe Stunde weit weg wohnt sondern jetzt mit dem Rest der Menschen die mir wichtig sind in Deutschland hockt. Im Klartext, heut ist ein Scheißtag. Vicky ist Heimgeflogen! Aber ansonsten geht es mir super 😉

Liebstes Hobby von AuPair-Sophie? Staaten sammeln. JUHU!
Was hab ich als gestern gemacht? Anna-Lena (AuPair, auch aus Deutschland seit zwei Monaten hier) und ich haben zwölf Stunden im Auto verbracht und sind von Denver durch Kansas und dann nach Nebraska gefahren.
Warum? Damit wir sagen können wir sind da gewesen ;-).

Jup, das ist eine typische Dämliche-Sophie Aktion. Aber es hat sich gelohnt und ich war in Kansas und Nebraska. Warum ich dahin wollte? Naja… Dummes-Sophie-Film-ich (Himmel, ist heute dritter Person Sonntag?), Kansas (Wizard of Oz, Wicked und so) und Nebraska – daher kommt Becky aus ‚Full House‘. Wieder mal gründe die nur von mir kommen können, außerdem grenzen die Staaten an Colorado und wir schaffen es an einem Tag.

Wir hatten definitiv unseren Spaß und genug Action in der ersten halben Stunde für den Rest des Tages. Denn kurz hinter Denver mitten auf dem Highway bremst der Wohnwagen vor mir ganz abrupt ab. Ich steige volle Kanne in die Bremsen, der Wohnwagen wechselt in letzter Sekunde die Spur und ich haue den Warnblinker rein und bleibe nur Meter vor einer art Hundehütte stehen. Ja, eine art Hundehütte. Mitten – Auf – Dem – Highway. Welcome to the United States of America. Die Kerle die die Hütte verloren hatten hielten nur Meter weiter und rannten zu ihrer Hütte um diese aufzusammeln (jup, wir befinden uns immer noch auf dem Highway).

Damit war aber die Spannung des Tages schon vorbei (und das vor 12:00 Uhr nachmittags). Denn… Wie soll ich es sagen? Außer Mais, weiten Landflächen (mit Korn- oder Maisanbau) oder ein paar kleine Dörfer gibt es nicht viel in Kansas zu sehen. Eher gar nichts. Keine Ahnung warum Dorothy umbedingt DAHIN zurück wollte (ich mein Hallo… Die war in einem Land mit Fliegenden Affen, Hexen und sprechenden Tieren und wollte zurück nach Kansas), ‚but well there’s no place like home‘ (dt. Es ist nirgends wie Daheim). O.k. ‚Miss Heimweh 2011 UND 2012‘ (ich) sollte echt die Klappe halten. Btw. morgen in einem Monat sitze ich im Flugzeug nach Hause.

Wir sind also durch Kansas gefahren und kamen dann irgendwann in Nebraska an (auch nicht so die Party-Metropole). Um ehrlich zu sein hat sich der Südwesten von Nebraska nicht so von dem Westen von Kansas unterschieden aber psst… Muss ja niemand wissen. Wir sind auch hier ab und zu Ausgestiegen haben Bilder gemacht und haben uns schlussendlich wieder auf den Heimweg nach Colorado gemacht. Noch ein kurzer Stop im Walmart. Ich muss mir in näherer Zeit einen zweiten großen Koffer kaufen, falls ihr Tips für mich habt nur her damit.

Ansonsten bleibt mir nichts weiter zu sagen außer MORGEN sehe ich Vicky und ich bin heute seit exakt 11 Monaten in den USA.