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Archive for Mai 2012

Erinnert ihr euch noch an die schöne Zeit, als man sich noch auf die Sommerferien gefreut hat?
Es scheint als wäre dies vor Jahrhunderten gewesen.
Achja… Das war letztes Jahr. Als Au Pair waren diese Ferien meine größte angst, alle drei Kleinen-Monster Zuhause und keine Schulaufgaben zur Ablenkung… WAAAAAAAA!

Ich finde es außerdem extrem gemein, dass meine kleinen schon frei haben. Die Kinder in New York State und Kalifornien haben erst in ein paar Wochen Ferien, na hoffentlich fängt die Schule dann bei uns auch wieder früher an.
Dies war ein weiterer Beitrag aus der Kategorie Probleme-Eines-AuPairs.

Seit Montag (Memorial Day) habe ich also die drei rund um die Uhr.
Stressig? Ähm… Seltsamerweise ging es diese Woche (bis jetzt, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben).

Da diese Woche kein Gym ist haben wir quasi den gesamten Tag Zeit für Aktivitäten.
Was bedeutet wir hatten ne echt volle Woche. Eine Woche voller Spaß (für die kleinen).
Am Montag war ‚Memorial Day‘ (ein Tag zur Erinnerung an die im Krieg gefallenen Männer und Frauen, der ‚Veterans Day‘ ist laut Wikipedia.de „ein Gedenktag, der in den USA, in Großbritannien und den zugehörigen Staaten des Commonwealth, in Belgien und in Frankreich am 11. November, dem Tag des Waffenstillstandes, begangen wird und an Veteranen des Ersten Weltkrieges erinnert.“, nicht verwechseln 🙂 )… Wo war ich noch mal?
Jaaaaa… Montag, da waren wir mit den Rädern in einem Park bei uns ums Eck.

Der Park war ziemlich gut gefüllt und für einen Park voller Aktivitäten, neben den vielen Leuten die dort gepicknickt haben gab es noch einen Würstchen/Hot Dog-Stand, einen Stand voller Süßigkeiten und Eis und einen Stand zum Kinderschminken. Ja, es war ein ganz normaler Park (that’s america). Auf dem kleinen See konnte man Tretboot fahren… Wie ihr euch vorstellen könnt hatten wir jede Menge Spaß und das setzte sich die gesamte Woche über fort (bis jetzt).

Am Dienstag waren wir im ‚Children’s Museum of Denver‘ was mit abstand, das coolste Kindermuseum ist was ich je gesehen habe und nein, bevor ich den Witz jetzt zum 20. mal höre nein da waren keine Kinder ausgestellt, dafür aber alles andere mögliche und unmögliche. Ein Feuerwehrauto (mit Kostüm zum verkleiden), ein Spiel-Supermarkt, ein Wald (man kann spielen man ist eine Ameise), ein riesen Labor zum Seifenblasen machen usw. Ein riesen Spaß und mal wieder ein Moment wo ich am liebsten wieder sechs Jahre alt gewesen wäre. Habe ich erwähnt das Sarahs beste Freundin Bonny überall mit dabei war, was manchmal mehr Fluch als Segen ist mit vier Kindern im Museum zu sein.

Heute waren wir im Schwimmbad und mit WIR meine ich Anna, Sarah, Jack, Bonny, Brad, Gary (die großen Brüder von meinen drei kleinen) und ich… Und morgen wiederholen wir das ganze noch mal, denn Anna will unbedingt morgen wieder schwimmen gehen. Oh man… Aber alles in allem sind die Ferien nicht so schlimm wie gedacht! Ich werde es überleben, mein ‚mood‘ wechselt gerade stündlich, im Großen und Ganzen bin ich gerade in der Etappe meines Au Pair Daseins wo man einfach nicht mehr Nanny sein will… Also Kindergärtnerin ähhh ich meine Erzieherin werde ich definitiv nicht, ein Jahr reicht. Aber ich liebe meine kleinen Monster echt.

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Gabi ist wieder daheim und während sie sich vorbereitet auf unser skypen, sitze ich hier und schreibe einen Blogeintrag über diese Woche?

Wo fang ich am besten an?

Montags hab ich Gabi zum Flughafen gebracht, aber bis zum wirklichen Ende konnte ich nicht bleiben, da ich echt ziemlich traurig war, dass sie wieder gegangen ist und da ich die Weltmeisterin im Reinsteigern bin… habe ich mich relativ flott verabschiedet und dann im Auto kurz die Krise bekommen.
Um mich abzulenken bin ich ins Kino gefahren um mir ENDLICH den von Mama und Joosel hochgelobten Film ‚Battleship‘ anzusehen. Ich habe mir eine Karte gekauft mit den Worten „One Ticket for ‚Battleship‘, please!“ Habe gezahlt, bin rein. Habe eine 3D-Brille bekommen und wurde zu Saal 13 geschickt. Ich bin da also brav reingegangen, mal wieder das einzige Mädel das keine Fresse gezogen hat und nicht neben nem Kerl saß, wie so oft halt. Vorschau, jede Menge Superheldenfilme und dann kommt der Vorspann und das Logo von Marvel (Produktionsfirma und Comicverlag), in meinem Kopf macht es nur kurz „Häh! Battleship ist auch von Marvel, cooool!“
Komische Aliens kommen ins Bild, ich denk mir noch nix bei… Bis… Samuel L. Jackson (Schauspieler) mit Augenklappe ins Bild kommt, FUCK!!!!! Ich sitze in ‚The Avengers‘. An und für sich nix schlimmes. Den Film wollte ich eh sehen… Aber nicht an diesem Tag! Schnell auf meine Kinokarte geschaut, da steht auch ‚The Avengers‘ drauf, aber ich habe definitiv ‚Battleship‘ gesagt. Kurz überlege ich den Saal zu wechseln, entscheide mich dann aber dagegen – da der Film da auch schon läuft. So kam es also, dass ich montags in ‚The Avengers‘ kam und während ich mir den Film angesehen habe, hat sich mal wieder bestätigt. Ich – bin – ein – Freak! Würde ich bei ‚The Big Bang Theory‘ mitspielen, wäre ich nicht Pennys Mitbewohnerin sondern würde bei den Nerds wohnen. Denn folgendes ist passiert:
Kerl hinter mir: „Warum spielen Batman und Superman da eigentlich nicht mit?“
Und ich hätte mich fast umgedreht und gesagt:“ Weil die nicht von Marvel sonder von DC Comics sind!“
Aber nein, ich hab es nicht gemacht weil ich mich zu diesem Zeitpunkt noch geärgert habe nicht in Battleship zu sitzen!

Heute war die Graduation (Abschlussfeier) meiner Hostmum. Sie ist jetzt offiziell (neben Hebamme/Krankenschwester) ein Dr. (ich glaub Philosophie wars). Wir saßen heute also zwei Stunden bei dieser Feier. So richtig mit dem Song, den Outfits, den Reden… Wie im Film halt (mal wieder).
Es war im Freien und eigentlich nicht wirklich warm (ich saß im langärmligen Shirt da).
Danach waren wir essen (im Olive Garden – eine Restaurantkette, die italienisches Essen serviert, wo sich jeder Italiener an den Kopf hauen würde, aber lecker).
Als wir mit dem Essen fertig waren und gerade am gehen waren, meinte meine Hostmum ich sei ganz rot. Zuerst dachte ich, ich hätte was im Gesicht…
HAHA, nein… ich habe einen Sonnenbrand sondergleichen. Natürlich ist alseits bekannt, dass es bei meiner Haut nur vier, maximal fünf Schattierungen gibt: käsig-weiß-leicht braun-hellrot-dunkelrot
Ich bin zwischen hellrot und dunkelrot. Letzte Woche lief ich mit einem Cowboyhut rum, heute seh ich aus wie ein Indianer vom Stamme der „Wir-brauchen-keine-Sonnecreme-wir-vertragen-das“. Ich könnte auch aus Großbritannien kommen… bis auf die Sprache 😉

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„Boah, wie cool. Du kommst in einen viereckigen Staat.“
Mit diesem Satz war damals (im November) eine Idee geboren, welcher wir uns selbst noch gar nicht so richtig bewusst waren. Den im wunderbaren Staate Colorado (besser gesagt an einer seiner vier Ecken) befindet sich das Four Corners (dt. Vierländereck). An diesem ‚Eck‘ treffen die vier US-Staaten Utah, Arizona, New Mexico und Colorado aufeinander. Und da nur Anfänger gleichzeitig in zwei Staaten sind, mussten wir da hin um ihnen zu zeigen: WIR (Gabi und ich) können gleichzeitig in vier Staaten sein. BÄM!

Mal wieder ein Samstagmorgen, es klopft an meiner Tür. VERDAMMT! Ich hab verschlafen, schnell mich angezogen, fertig gemacht und ab ging es mit Gabi ins Auto… JUHUU ROADTRIP NR. 2.

Gabi hatte sich davor überlegt, dass sie den Weg nehmen wollte, den Google-Maps als kürzesten vorschlug und nicht den, welchen das Naiv sagte. Also wurde so lang auf „alternative Route“ geklickt bis der Weg zu passen schien. Unsere Annahme war, wir fahren an den Rocky Mountains entlang, aber doch nicht MITTEN DURCH! Aber wir hatten ja unsere Cowboyhüte auf, die wir uns letzte Woche noch besorgt hatten und ab ging die Post (mit solchen Hüten zu fahren ist übrigens nicht sonderlich bequem, also waren die nur 3% der Zeit auf dem Kopf). Wo war ich? Achja… quer durch die Rocky Mountains, tolle Landschaft (wesentlich mehr zu sehen als in Wyoming, aber ok sogar im Augustinum* ist mehr los als in Wyoming). Leider wird auch die tollste Landschaft nach 6 Stunden und mehr langweilig und es wurde anstrengend: Berg auf Berg ab, da einer zu langsam, hier wollte einer überholen etc.

Dementsprechend froh waren wir aus den Rockies wieder draußen zu sein und wir glaubten auch nicht mehr, dass das Four Corners wirklich in der Wüste sein sollte, da es nur noch ein paar hundert Meilen waren und wir gerade aus den Rockies raus waren. Aber doch, nur ein paar Meilen später standen wir sprichwörtlich in der Wüste. Wie cool, oder? Da änderte sich die Landschaft in ein paar Kilometern vollkommen und es war echt cool! Und mir kann keiner sagen, dass der König der Löwen in Afrika spielt. Wir haben die Schlucht gesehen wo Mufasa gestorben ist . JAAAAAAAA… Oder da wurde es gedreht oder so 😛 Ich seh es richtig vor mir, da saßen lauter Disney-Zeichner mit ihrem Block und ihrem Stift mitten in ner Wüste in der Nähe des Four Corners und zeichnen Mufasas Tod. 🙂

ENDLICH, waren wir da… Am Four Corners. Ja, wieder ein Ort an den wir nur hingefahren sind, um Bilder zu machen, aber hey… Wer kann schon sagen er saß in vier Staaten?

Ach nur kurz zu Info, da wir ja einen ausschweifenden Eindruck von allen vier Staaten gewonnen haben, haben wir auf Grunde unserer langen Recherche (waren garantiert 45 Minuten) eine Liste aufgestellt welcher der Staaten der beste ist:
Auf Platz vier, ganz eindeutig: New Mexico, auf Platz drei: Utah (Miray, grill mich nicht), auf Platz zwei: Arizona und natürlich auf Platz 1: Colorado!

Danach haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Eigentlich war der Plan sich irgendwo einen Hotel/Motel zu suchen um am nächsten Morgen zurück zu fahren. Aber wir (Gabi) hatten gerade einen guten Lauf und  sind einfach losgefahren. Dieses Mal haben wir aber dem Navi vertraut. Wir fahren also wie Lucky Luke dem Sonnenuntergang entgegen, durch Colorado zurück nach Denver und auf einmal seh ich auf der anderen Straßenseite ein Schild „Welcome to Colorful Colorado“ und wundere mich, ein paar Meter weiter (dieses mal auf unserer Seite) ein weiteres Schild „Welcome to Utah“.
Gabi tritt in die Bremsen, die Reifen quietschen und wir kommen zum stehen. Warum? Na wegen FOTOS natürlich (ich sehe tausende Familienmitglieder mit ihrem Kopf auf dem Tisch aufkommen). Wir also in der Dämmerung noch schnell ein paar Bilder gemacht (wir wussten echt nicht, dass wir über Utah zurück fahren würden) und dann wieder ins Auto. Nur noch kurz getankt, etwas Verpflegung besorgt und in einem Ruck sind wir durchgefahren nach Denver.

Die Fahrt war laaannngggg, dafür war der Highway so gut wie leer… Nur ein (Gabi sagt) Waschbär oder (ich sage) Hase hat beschlossen, er muss sich vor unser Auto werfen 😦
Aber ansonsten verlief die Fahrt ganz normal, nur die letzten zwei Stunden waren schlimm. Wir waren fertig und wollten nur noch ins Bett. Immerhin haben wir fast 1000 km zurückgelegt!
Kurz nach drei Uhr morgens waren wir wieder in Denver und sind nur noch ins Bett gefallen. Schön war es, aber anstrengend.

Morgen fliegt Gabi wieder nach Hause 😦

* Altersheim in Stuttgart

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Ein weiterer Punkt kann von meiner Löffel-Liste gestrichen werden.
Heute waren Gabi und ich bei einem Baseballspiel.

Colorado Rockies vs. Arizona Diamondbacks

Und im Gegensatz zu meinem Basketball-„Dilemma“ wusste ich hier ganze genau für wenn ich sein wollte. Natürlich für die Rockies (Heimvorteil und so).

Die Entscheidung da hinzugehen (bzw. zu irgendeinem Sportspiel) spukte Gabi und mir schon länger im Kopf rum, doch wir haben erst diese Woche Karten gebucht (weil ichs davor verpennt habe).
Jedenfalls haben wir uns Karten gekauft, saßen relativ weit oben (das ich Höhenangst habe, hatte ich beim buchen verpennt – aber dann im Stadion wars mir SOFORT wieder bewusst (aus der Kategorie da-war-doch-was…-OH-verdammt)).
Bevor wir da rein sind (also ins Coors Field-Stadium) mussten wir uns natürlich noch kurz jeweils ne Mütze kaufen, da man ja von uns denken sollte, wir wüssten total was wir tun, wir kennen alle Regeln und haben dieses Spiel bis jetzt nicht nur in Filmen gesehen. NEEEIIINNN… Mit unseren schicken Mützen, den passenden Ohrringen und einem Riesenstofffinger sahen wir aus, als könnten wir jeden Spieler mit Vornamen anreden (dank der großen Leinwand konnten wir das auch wirklich). Ist es eigentlich bitter, dass wir dauernd den Film ‚Hook‘ im Kopf hatten? HEIM LAUF, JACK!

Das Spiel an sich war… Interessant. Also jetzt wirklich. Obwohl wir noch am Anfang dachten, wir blicken es eh nicht und unsere Fachbegriffe aus vier Wörtern bestanden, hatten wir gegen Ende richtig viel Spaß. Wieder mal ein „wie-im-Kino“ Moment. Beim Baseball gibt es übrigens keine Cheerleader, die Nationalhymne wurde dieses Mal von einer Grundschulklasse gesungen und das Maskottchen war ein Dinosaurier. Warum die Colorado-Rockies einen Dino als Maskottchen haben ist mir zwar schleierhaft, aber da wird sich schon irgendwer was dabei gedacht haben, hoffe ich. Natürlich musste ich alles ausprobieren was ich aus dämlichen Filmen kannte (zum essen). Kleiner Tipp am Rande. Dieses in allen Regenbogenfarben leuchtende Eis, schmeckt wie Eis dass man vom Auto gekratzt und dann mit etwas Sirup übergossen hat – BÄH!

Übrigens waren die Arizona Glitzrücken (Edward!) so schlecht, dass selbst wir es bemerkt haben. Die Rockies haben gewonnen! JEAH – Rockies.

Gestern waren wir übrigens in Boulder und ich hab Gabi und Vicky bekannt gemacht! Ein unglaublich lustiger und aufregender Abend war das gestern und heute. Ich hau mich jetzt mal in die Falle, heute morgen war ich nämlich mit Anna und Sarah schwimmen und das kommt schon wieder hoch.

STOP! Bevor ich Schluss mache muss ich noch was berichten.
Gestern hat meine Hostmum mit mir das erste Mal darüber geredet, dass mein Jahr ja in vier Monaten zu Ende ist und wann ich gehen will. Sie meinte auch, ich könnte gerne mit ihnen verlängern aber sie weiß ja schon relativ lange dass das für mich nicht in Frage kommt. Es war irgendwie ein trauriges Gespräch und sie sind sich noch nicht sicher, ob sie sich ein neues Au Pair holen, allerdings fangen sie jetzt an zu schauen.
Also liebe zukünftigen Au Pairs, die tollste (und chaotischste) Gastfamilie sucht wieder 🙂

Aber jetzt wirklich: Gute Nacht ihr Lieben – Oder besser gesagt, Guten Morgen Europa!

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Gabi ist da! OLEEE, OLEEEEE!

Donnerstagabend kam sie (vollkommen geplättet) in Denver an und wurde von mir freudestrahlend am Flughafen begrüßt. Kurz getrennt, ab zu ihrem Hotel, gequatscht, gegessen und dann musste Gabi (dank Jetlag) auch gleich in die Kiste und ich bin wieder heim, denn Freitag hieß es ja… ARBEITEN!

Der Tag verlief ganz normal, ich habe mit Sarah und Anna Schokoerdbeeren für den Muttertag gemacht und da ich die beste Hostfamily der Welt habe durfte ich schon früher Schluss machen um zu Gabi zu fahren.
Und hier fängt das Problem an, alle Autos waren weg. Gabi geschrieben und ca. 40 Minuten später stand se vor der Tür. Warum 40 Minuten für eine Strecke die auch in 20 geht? Ein Wort: Feierabendverkehr.
Da es zusätzlich dazu noch geschüttet hat, sind wir nicht wie geplant nach Denver gefahren sondern in die Mall. Und haben somit auch keine Cowboyhüte gekauft 😦 Etwas was uns heute, schrecklich geärgert hat. Abends ging es noch in ‚Dark Shadows‘ ins Kino (wir haben uns weggeschmissen vor lachen) und da wir am Samstag (heute) früh raus mussten, ging es auch wieder früh Heim und in die Kiste.

8:00 Uhr morgens! Geplante Abfahrt Northglenn, das Navi sagt wir werden sieben, in Zahlen 7 (!!!) Stunden unterwegs sein bis zum Mt. Rushmore (das ist der Fels mit den vier Präsidentenköpfen (Washington, Jefferson, Teddy Roosevelt und Lincoln)). Jeder der mich kennt weis, was für eine gute Laune morgens habe. Es vergeht kein morgen an welchem ich nicht  vergnügt aus dem Bett springe und der Sonne entgegen lache.
Und im Ernst: Ich bin morgens der unausstehlichste Mensch der Welt. Ich will meine Ruhe und um Himmelswillen keine Menschen mit guter Laune und strahlenden Gesichtern um mich rum und da mich Gabi kennt war ihr erster Satz im Auto auch „Sag mir dann wenn du ansprechbar bist bescheid!“
Über die Fahrt kann ich gar nicht so viel sagen. Zum Mt. Rushmore fährt man von Denver aus durch Wyoming, dann noch ein Stück durch South Dakota (dort liegt der Fels) und die Landschaft in Wyoming (welches der Großteil der Strecke ist) lässt sich mit einem Wort sehr gut beschreiben: NICHTS.
Den dort gibt es einfach, nichts!
Am Anfang waren wir noch voll begeistert, vor jeder Berggruppe aufgeregt und dahinter befand sich immer: Noch mehr nichts. Ab und zu nen paar überfahrene Tiere am Wegesrand, Kühe auf dem Feld, nen Baum, nen Fluss und das wars schon… Auch kaum andere Autos waren zu sehen nachdem wir den Highway verlassen haben. Natürlich haben wir uns kaum darüber lustig gemacht und am Anfang war das alles auch noch faszinierend, Tempomat an und durch die Gegend (auf der ganzen Strecke mussten wir vielleicht fünfmal abbiegen).

Die ersten 20 Meilen South Dakota sahen genauso aus wie ganz Wyoming. Aber danach war es richtig schön, viele Berge und die dazugehörige Landschaft und etwas (wenig) Zivilisation war auch vorhanden.
Kurz entschlossen sind wir noch beim ‚Crazy Horse Memorial‘ vorbei gefahren (wer nicht weis was das ist, einfach auf den Link drücken). Madlen hatte mir früher schon mal davon erzählt (davor hatte ich noch nie etwas davon gehört) und das ist wirklich ein riesen Ding. Wir haben uns das beide angesehen und hatten beide eine etwas skeptische Meinung. Ich bezweifle einfach, dass sie des Pferd tatsächlich noch in den stein bekommen und Gabi glaubt das da einfach einmal was zu viel weggesprengt wird und Crazy Horse dann plötzlich ohne Nase oder so dasteht.

Nicht weit vom verrückten Pferd entfernt war dann endlich, der MOUNT RUSHMORE:

Mount Rusmore May 2012

Jaaa… Wir waren dort. Keine Ahnung warum genau wir da hin wollten, aber irgendwie cool war es schon. Es war auch nicht so kalt wie gedacht und es gab auch keinen Schnee (wie mein Hostdad befürchtet hat).

Während ich das gerade alles so runter schreibe klingt es ziemlich öde, aber es war wirklich toll und da Gabi dabei war konnte es gar nicht langweilig werden.
Wir haben uns dann aber auch relativ flott wieder auf den Rückweg gemacht, immerhin hatten wir weitere 6-7 Stunden Autofahrt vor uns, durch das spannende Wyoming. YEHA!

Am Anfang war das ganze wieder sehr lustig. Nunja… Am Anfang, irgendwann war jedes Totgefahrene Tier am Straßenrand schon ne Besonderheit und natürlich gingen uns auch nicht die doofen Sprüche aus, aber gegen Ende war die Luft draußen. Jetzt sitze ich in meinem Bett und bin nah am auf der Tastatur einschlafen.

Was? Ihr wollt ein Fazit? Ok!
Mt. Rushmore: Versteh ich jeden der hin will, ich bin irgendwie stolz drauf da gewesen zu sein, obwohl es einen jetzt nicht umbedingt umhaut!
Crazy Horse: Mhhh jaaa… Also… jaaa… Nett! Ich glaub immer noch nicht, dass se den Gaul aus dem Stein hauen können, aber ich drücke ihnen die Daumen.
South Dakota: Nett! Nicht mehr und nicht weniger, nett!
Beef Jerky: jaaa… da ich ca. 300 Kühe auf dem Hinweg gesehen habe, hatte ich so eine Lust auf Fleisch, dass ich mir Beef Jerky gekauft habe, der Grundgedanke war gut und da es echt nicht billig war, kann ich auch nicht zugeben das es irgendwie Schei** geschmeckt hat!
Wyoming: Wenn euch euere Eltern auf ne Freizeit nach Wyoming schicken, dann hassen sie euch echt! 😉 Ich mein, es ist schon nett… Die ersten fünf Stunden lang!
Roadtrip mit Gabi: SUPER! Was auch sonst?

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„Ich gehe am Wochenende mit Vicky wandern!“
Diese Aussage hat die Stimmung Sämtlicher denen ich es erzählt habe extrem gehoben. Im Klartext: sie haben mich ausgelacht!

Aber man kann ja nicht ein Jahr in Colorado leben ohne nicht mindestens einmal in den Rocky Mountains gewandert zu sein. Also trafen sich Vicky und ich gestern Nachmittag um die Gipfel zu stürmen (mensch, klingt das dämlich).

Tatsächlich sind wir auch relativ weit gekommen und der Aufstieg war auch sehr… naja sagen wir es war eher klettern und da wir ja unglaublich gut trainiert sind (jaaa das war Ironie) haben uns auch nur die sehr schnellen Schmetterlinge und die ca. 200 Leute mit Hunden überholt 😀 Vickys Standardsatz war: „in my next life I wanna be a dog“ (dt. In meinem nächsten Leben will ich ein Hund sein), die nahmen das ganze Krakseln nämlich sehr viel gelassener (bei denen sah es wie ein Spaziergang aus). Aber wir hatten unseren Spaß.
Wusstet ihr das es in den Rockys Kakteen gibt? Die stehen da überall am Straßenrand, auch viele andere Blumen und Sträucher gibt es, die ich meinem ganzen Leben noch nicht gesehen habe. Am Anfang des Weges warnte ein Schild vor Bären und Berglöwen, aber während wir aufstiegen haben wir (leider/zum Glück) weder das eine noch das andere gesehen.

Um die Spannung voraus zu nehmen, wir sind nicht ganz nach oben. Aber ein Stück weit sind wir schon gekommen, schliesslich saßen wir auf zwei großen Felsen schauten runter auf Boulder und redeten über Gott und die Welt. Irgendwann machten wir uns wieder an den Abstieg und da wir eine super Abkürzung gesehen haben (und ich definitiv das Enkelkind von Opa Fritz bin) sind wir nicht den normalen und befestigten Weg runtergelaufen sondern querfeldein, den Abhang runter.
Irgendwann (nachdem wir mehr gerutscht als gelaufen sind) haben wir dann auch bemerkt das die Idee nicht unbedingt die beste war, aber wir hatten unseren Spaß.

Um uns nach diesem „Wildlife-Erlebnis“ wieder in die Gesellschaft einzugliedern,  sind wir nach Denver gefahren. Dort steppte der Bär. Es sah eher aus wie in England bei diesen Pferderennen. Frauen mit seltsamen Hüten und alle Männer im Anzug. Wir sind ganz unspektakulär Essen gegangen, da weder Kino noch Theater geklappt hat.
Und als wir nach Hause wollten ging quasi die Welt unter (ich dachte das passiert erst im Dezember). Blitze (kein Donner) und Regen als gäbe es ne Sintflut, aber in Boulder wars trocken. Im Old Chicagos noch ein paar alkoholfreie Cocktails getrunken (scheiß U21) und schon war ein weiterer echt toller Samstag in Colorado vorbei.

Am Donnerstag kommt Gabi. Ich kanns noch gar nicht fassen!

Diesen Artikel widme ich Frau Müller.

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Es ist Mai? O.k. eigentlich war dies keine frage…
Gestern war mein letzter Tag am College. Jaaa und jetzt kommt der bekannte Satz „mit einem lachendem und einem weinenden Auge“ habe ich mich verabschiedet.

Ich bin ehrlich gesagt nach meiner letzten Geschichtsstunde am Mittwoch echt traurig gewesen, dieser Kurs hat mir richtig viel Spaß gemacht und meine Lehrerin war einfach nur klasse. Nach der letzten Stunde Unterricht haben wir noch etwas geredet. Ich hab ihr gesagt, dass ich ihren Kurs super fand und sie erzählte mir dass sie schon voll oft von der ‚german woman‘ erzählt hat welche den Rest der klasse in Verlegenheit gebracht hat. Da bin ich ‚dezent‘ rot angelaufen und als ich nach Hause gefahren bin war mir richtig schwer ums Herz und ich hab mich gefragt, ob das Tschüss sagen von hier im September, evt. doch nicht so einfach wird wie gedacht

Das komplette Gegenteil war die letzte Stunde Literatur. Ich war sooo froh, da endlich raus zu kommen. Nicht weil der Unterricht nicht Interessant war, sondern eher weil meine Lehrerin und ich komplett unterschiedliche Ansichten haben und ich sie teilweise nicht ernst nehmen konnte. Auf die Frage hin ob sie mal was von einem der großen Deutschen-Dichtern gelesen habe, erwiderte sie, sie hätte Tristan und Isolde von Schiller gelesen. Muss wohl eines von den bekannten verschwunden Werke von ihm sein, denn ich habe noch nie davon gehört. Aber da ich ja nicht alle Werke von Schiller im Kopf habe, hab ich damals nur nett gelächelt und nach dem Unterricht meinen guten Freund Wikipedia befragt, der hat davon auch nichts gehört, mein anderer guter Freund google auch nicht… Naja man lernt ja nie aus :), dazu kam dass sie (meine Lehrerin) alles was ich mag verteufelt hat…
Im Endeffekt bin ich ganz froh da donnerstags nicht mehr hinzumüssen.

Zum Schluss, ein Gespräch über meinen letzten Blogeintrag, zwischen Gabi und mir auf Facebook:

Also… Damit Gabi mich nächste Woche nicht umbringt (da ist sie nämlich endlich in Denver), diesen Eintrag widme ich ihr und nen Keks bekommt se auch 🙂

Ich widme mich jetzt weiter meiner Tiefsinnigen Freitagabend Unterhaltung. JAAA o.k. ich gebe es zu, ich sitze in meinem Zimmer und schaue ‚Iron Man‘. HEY, ich hab gerade zwei Kurse erfolgreich abgeschlossen, da darf ich mir doch EINEN nicht soo tiefsinnigen Film widmen (o.k. jaaa davor habe ich ‚Kampf der Titanen‘ angesehen aber pssst).

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