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Archive for Dezember 2011

3 Monate USA, 2 Familien und zweimal Pech mit Autos.

Das Leben der Sophie.

Ja, es ist schon wieder passiert und ist auch nicht lustig.

Am Montag habe ich meinen schönen kleinen Toyota geschrottet.

Wie ich das gemacht habe?

O.k. die Situation war folgende, die drei Kinder im Auto plus meinen Gastbruder und eine vollkommen entnervte Sophie am Steuer. Langen Tag gehabt, stressige Kinder, neun Stunden durchgearbeitet… Wie sollte es auch sonst sein?

Wir waren auf dem Rückweg von einer Rollerskatesbahn (keine Ahnung wie ich sonst dazu sagen soll), dass ist wie eine Eislaufbahn nur das man da ohne Eis und mit Inlinern bzw. Rollschuhen drauf fährt.
Jedenfalls waren wir auf dem Heimweg und ich wollte an einer Ampel links abbiegen.
Kurz bevor ich abbog schaltete der kleine Pfeil von grün auf gelb, ich habe das große weißes Auto gesehen, aber ich war mir sicher es würde halten… Also bog ich ab.

Um es kurz zu machen, der Porsche hat NICHT gehalten. Er ist überhaupt erst zum stehen gekommen, als ich quasi bei ihm im Auto saß.
Ihm gings eigentlich ganz gut, ein paar Kratzer aber ansonsten nichts großartiges. Meinen kleinen Toyota hat es halt total zerlegt. Kein schöner Anblick.

Außer mir ging es allen gut, ich war nem Nervenzusammenbruch nah.

Mein Gastbruder rief Zuhause an, der andere Fahrer rief die Cops und ca. 5 verschieden Leute kamen zu uns und fragten ob wir o.k. waren.
Körperlich ging es mir bis auf schlimme Kopfschmerzen super, aber nervlich war ich ein Wrack.

Mein Hostdad kam und lief sofort zu uns, seine erste Frage war nur ob es uns gut gehe und ich beantwortete es mit ja um mich sofort darauf stotternd und weinend zu entschuldigen.
Er meinte nur solang es uns gut geht und wir sicher sind ist alles o.k., so ein Auto ist ersetzbar usw. dann fing Anna an zu weinen und alle außer mir stiegen aus dem Wagen und wurden vom Grandpa nach Hause gefahren. Ich blieb im Wagen sitzen zum einem um auf die Cops zu warten und zum anderen weil ich meine Tür nicht aufbekam.

Beruhigen konnte ich mich nur schwer, dem ersten Schock folgte Hysterie und ich war erst etwas beruhigt als mir 1. der Cop versicherte das ich meinen Führerschein nicht verlieren würde, 2. mein Hostdad mich zum 346.435-mal beruhigte und sagte das wichtigste sei das es uns gut gehe und 3. als meine Hostmum nach Hause kam und erst mal lachte und meinte als ich mich entschuldigte, dass es kein Thema sei und sie auch schon Unfälle gehabt hätte.

Als ich mit Mama darüber geredet habe, meinte diese SIE hätte nicht so cool reagiert.

Ich könnte mich immer noch Ohrfeigen dafür und bin echt sauer auf mich.
EDIT:
Ach ja… Als ich meinem ältesten Gastbruder berichtet habe, dass ich in nen Porsche gefahren bin hat er mir erst mal High-Five gegeben, war schon sehr seltsam.
Der Porschefahrer übrigens auch, hat erst mal alles am Wagen getestet sogar die Scheibenwischer, ich meine er lief ja auch in Porschejacke,-schuhe und -shirt rum.

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In Deutschland war meine Antwort zu der Frage „Hast du keine Angst vor Heimweh?“ immer „Doch, und man sagt das die ersten drei Monate echt happig werden, sicherlich wird Weihnachten ganz schrecklich aber danach sollte es sich erledigt haben.“

Den ganzen Dezember über hatte ich Angst vor dem 24. Dezember, mir ging es zwar heimwehmäßig sehr viel besser aber ab und zu kommt es halt hoch und daher habe ich mich das erste Mal in meinem Leben nicht auf Weihnachten gefreut. Ich habe einfach keine Lust mehr auf Heimweh.
Tja, ich war den ganzen Dezember sozusagen Scrooge aus ‚A Christmas Carol‘ und hätte diesen Feiertag so gerne übersprungen.

Jetzt ist er vorbei! Was soll ich sagen?
Die ganze Panikmache von mir war SOWAS von übertrieben.

Also um ehrlich zu sein als ich gestern gegen 10 Uhr aufgewacht bin… das war nicht lustig, denn ich wusste meine Familie sitzt jetzt in der Stiftskirche in Stuttgart oder ist schon auf dem Weg nach Hause zur Bescherung.
Doch NEIN, Sophie ist stark geblieben (bitte hier bildlich vorstellen – Sophie im Supermanoutfit mit wehenden Haar vor der amerikanischen Flagge – Selbst Emmerich könnte nicht patriotischer sein).

Da der Heiligabend echt in den Staaten kein großes Ding ist, verlief der Tag für mich wie eigentlich jeder Samstag, nur mit dem Unterschied das ich nix unternommen habe sondern meine eigene kleine Feier abgehalten habe.
Sprich, Geschenke ausgepackt (HEY, in Deutschland war um die Uhrzeit schon LANGE Bescherung). Ich wurde reichlich beschenkt von allen in Deutschland, danke ihr Lieben.
Und ich habe geskypt, vormittags mit Cornelia und Leo und abends mit meinen Großeltern und den Spießern (nein, das war nicht frech das ist mein Spitzname für Stanzi & Familie) und mitten in der Nacht (also in Deutschland noch mit Mama, Joosel, Bebe und Bebes Freund. Und da habe ich das lustigste Video aller Zeiten geschickt bekommen. Die und die Spießer haben einen Film über mein Leben in den Staaten als Märchen gedreht.
Ich musste soo lachen, echt klasse.

Ihr seht. Ich hatte umsonst eine solche Panik vor dem Heiligabend.
Und heute? Heute war der besondere, der wichtige Tag in den USA.
Socken hingen schon seit Tagen über dem Kamin und ich hatte mit den Kindern am Donnerstag Gutsle gebacken, welche sie gestern Nacht für Santa Claus rausstellten zusammen mit Milch, einer Karotte für die Rentiere und einen Brief. Meine Lieblingsstelle in diesem Brief ist von Jack. Ich zitiere wörtlich:

 „Dear Santa, tell me if you like the cookies we made. I have been a good boy and Gary (Anm. d. Red: Sein Bruder) has been naughty. Jack“
Übersetzung: Lieber Weihnachtsmann, sag mir ob dir die Plätzchen geschmeckt haben die wir gemacht haben. Ich war ein guter Junge und Gary war frech. Jack“

Tatsächlich schienen sowohl Jack als auch Gary ziemlich brav gewesen zu sein. Den beide bekamen reichlich Geschenke.
In meiner Familie war es so, dass die Geschenke von den Eltern etc. schon Tage vorher unter dem Baum lagen und von Santa die Socken gefüllt worden und noch ein paar Geschenke mehr darunter gestellt wurden.
Ausgepackt werden durfte erst, nachdem wir heute morgen alle (ich auch) in der Kirche waren und uns wieder Zuhause in bequeme Jogginghosen gezwängt hatten. Dann durfte abwechselnd jeder ein Geschenk auspackten. Mensch gab es viel für alle, ich habe Kosmetikartikel, einen echt coolen großen Bilderrahmen bekommen (Bilderrahmen wird dem nicht ganz gerecht, es sind viele Bilderrahmen aneinander geheftet) und einen Gutschein fürs Denver Center Of Performing Arts bekommen (JUHUU… Musicals bis ich nicht mehr kann MUHAHAHA).
Nach einer Pause ging es dann weiter mit essen (Ham, Kartoffelpüree, Mais und ein etwas seltsamer Wackelpudding).
Also ihr seht, kein Grund um Panik zu schieben.

Jedoch bekommt jeder der mir erzählt, dass er wegen dem bösen Weihnachtskommerz Weihnachten nicht mag echt was auf die zwölf (Ja, Kate ich rede mit dir!).
Ich hatte echt Angst vor Weihnachten und zwar nicht weil ich Angst hatte keine Geschenke zu bekommen sondern weil es einfach seltsam sein würde meine Familie am Heiligabend und in den Tagen danach nicht zu sehen.
Ich halte jetzt garantiert keine Vorträge über was das wichtigste an Weihnachten ist, ich mag dieses Fest jedenfalls so gerne weil man sich da immer wohl fühlt und bei seiner Familie ist. Klar find ich die Geschenke super, aber bei mir geht es in der Weihnachtszeit um meine Familie. Mit Papa und Cornelia Kerzen ziehen, an Sylvester knallen (Ja für mich zählt Sylvester zur Weihnachtszeit), mit Oma Plätzchen backen und richtig verwöhnt werden, mit Anja, Matthias und Co. Gummibärchenorakel machen und der Heiligabend mit Oma & Opa, den Spießern, Joosel, Mama und Bebe in Stetten. Das ist für mich Weihnachten.

Ich hatte auch dieses Jahr ein schönes (etwas anderes) Fest und lasse jetzt die altklugen Sätze sein.

Euch allen noch ein Frohes Fest und falls ich zu faul bin vorm neuen Jahr noch zu schreiben, wünsch ich euch schon mal nen guten Rutsch!

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Weihnachten kommt mit Riesenschritten näher und zusammen mit Weihnachten mein Dreimonatiges O.o Wie die Zeit vergeht.
Ich muss gestehen, der Oktober schien fast gar nicht vorbei zu gehen aber der November und der Dezember waren husch.. So gut wie vorbei.

Bevor ich irgendwas neues aus Colorado berichte gibt es eine kurze Neuigkeit aus Pennsylvania.
Meine Nachfolgerin bei meiner ersten Hostfamilie, hat nun auch diese Familie verlassen. Christin (die besagte Nachfolgerin) und ich verstehen uns super wir skypen mitlerweile mehrmals die Woche, allein das ich sie kennen gelernt habe war das ganze Drama in Chadds Ford wert.
Zudem habe ich von meiner alten AD Karen und von Christin erfahren, dass meine erste Gastfamilie nun aus dem Programm genommen wurde. Nach 10 Au Pairs in drei Jahren (Christin und mich eingeschlossen) von denen nur eine ein Jahr geblieben ist wundert mich das weniger, jedoch finde ich es traurig. Als ich gegangen bin dachte ich das evt. jemand anderes in dieser Familie klar kommt… Scheint aber ja wohl nicht der Fall zu sein.
Christin wohnt seit gestern nach einem erfolgreichen Rematch in der Nähe von NYC, drückt ihr alle die Daumen das auch sie jetzt endlich die beste Familie für sich gefunden hat.

O.k. aber zurück zur Gegenwart.
Mein Wochenende war verhältnismäßig faul.
Freitag wurde bis in die Nacht (also die deutsche Nacht) mit Gabi geskypt, dass tat echt mal wieder gut einfach nur über Gott, die Welt und den anderen Mist reden.
Am Samstag habe ich nix gemacht und am Sonntag bin ich nachmittags nach Denver gefahren um mir Karten für ‚West Side Story‘ zu kaufen. Ach und da ich schon mal da war (und die Karten billiger waren als gedacht) habe ich gleich richtig zugeschlagen. Somit geht es im März in ‚American Idiot‘ und im Mai in ‚Wicked‘. So damit ich auch mal was neues sehe, ich meine… Wicked kenn ich ja ähh nur flüchtig *hust* Ich schieb des alles auf Caro, die hat mir geraten Wickedkarten im voraus zu kaufen, weil die US-Tour immer sehr schnell ausverkauft ist! Also, wenn ihr mit jemandem schimpfen wollt dann geht zu Caro!

Danach bin ich durch Denver geschlendert und habe die Weihnachtsgeschenke für meine Kleinen und den Rest vom Fest besorgt. Dann gabs nen Eis und ab in West Side Story.

Den kurzen Showbericht muss ich leider schreiben 🙂 Aber er wird sicher nur GANZ kurz… Hoff ich!

Die Hälfte der Show war auf spanisch, o.k. das ist eventuell etwas übertrieben aber die Sharks haben untereinander meistens spanisch geredet. Eigentlich ne coole Idee aber es nervt schon etwas das man nicht alles versteht.
Der Cast war… o.k. Der ein oder andere Ton wurde versemmelt und naja umgehauen haben se mich nicht! Ich muss dazu auch sagen, dass ich West Side Story als ich es das letzte Mal gesehen habe (mit ca. 6-8) mich umgehauen hat und ich echt begeistert war, am Sonntag hab ich mich zwischenzeitlich sehr gelangweilt und mir gedacht, „Es ist einfach nicht mein Stück“. In Musical-ischen Kreisen ist es oft Gang und Gebe, dass die Fans die Klassiker oftmals nicht so toll finden (Ausnahmen gibts immer, ich liebe z.B. Les Misérables) und bei dieser Produktion von WSS trifft es leider auf mich zu. Bevor du mich köpfst Mama: eventuell lags am Cast… Ich hab keine Ahnung, aber wenn ich ehrlich bin war ich froh als Tony endlich tot war und ich gehen konnte. Überhaupt dieser ganze Romeo & Julia – Mist… Ich bin eh der Meinung das ganze wäre sehr viel Spannender ohne Romeo & Julia. Mein Vorschlag für ein Stück ‚Benvolio, Mercutio & Tybalt’… Dann wär nur der spannende Teil dabei. O.k, aber bevor ich mich an dem Thema festbeisse wechsel ich es besser schnell wieder…

Ähhh.. Ach ja.
VIELEN, VIELEN DANK AN MEINE LIEBEN ZU HAUSE!
In den letzten Tagen habe ich tolle Pakete bekommen von Mama, Oma Carla & Opa Uli, Oma Bertel & Opa Fritz, den Spießen und das Paket von Gabi ist noch unterwegs.
Nochmal vielen, vielen Dank!

Heute war es extrem stressig, ich hatte Sarah und Jack den ganzen Tag. Anna hatte heute morgen ne Krise daher hat meine Hostmum mit ihr nen Mama-Kind Tag gemacht und ich war am Ende des Tages tot, aber die sind schon echt lieb alle drei.

Aber ich habe etwas auf was ich mich riesig freuen kann.
Am Abend von meinem 20. Geburtstag geht es mit Svenja (einem Au Pair aus der Nähe von San Francisco bzw. Bielefeld XD) nach SEATTLE!
Bis zum darauffolgenden Montag wird die Stadt unsicher gemacht, vor den erstbesten Bus gerannt damit ich ins Seattle Grace Hospital eingeliefert werden kann und von McDreamy verarztet werde. Ich schätze, dann dauert es keine 24 Stunden bis mich meine selbstlosen Freundinnen besuchen *hust*
Für alle die jetzt mit großen Fragezeichen vor ihrem Computer sitzen. In Seattle spielt die Serie ‚Grey’s Anatomy‘ mit dem neuen George Clooney der letzten 10 Jahre.
Aber egal ob mit oder ohne Dr. Shepherd, ich freue mich unglaublich auf Seattle und kann es kaum noch erwarten!

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Auto fahren in den USA.
Bzw. wie ich es erlebe, es ist teilweise echt schräg und ich übernehme keinerlei Haftung, dass der Mist den ich hier verzapfe der Wahrheit entspricht.

Prinzipiell fährt eigentlich jeder wie ihm der Schnabel gewachsen ist, keine Lücke ist zu klein um sich dazwischen zu quetschen, mehr als einmal musste ich schon voll in die Eisen steigen um nicht in den ’netten‘ Jeep zu fahren der dachte: „Da pass ich dazwischen, mir doch egal wenn ich andere behindere.“
Gehupt wird hier auch schnell mal (sogar ich hab mein erstes mal gehupt *stolz* und mein erster Huper ging an eben jenen dummen Jeep, der wahrscheinlich auch auf mich draufgefahren wäre wenn ich nur nen MPH (Miles per hour) schneller gefahren wäre).

Auch das Rechtsfahrgebot gilt hier nicht. Aber daran habe ich mich verhältnismässig schnell gewöhnt.

Apropos MPE, schneller als 65 MPE bin ich bis jetzt noch nicht gefahren, selbst auf dem Highway.
Was ich total faszinierend finde ist, dass sich in Pennsylvania keiner (außer mir *augenroll*) um die Geschwindkeitsbegrenzung gekümmert hat, aber hier in Colorado Raser eher die Ausnahme sind.

Achja… Für alle zukunftigen Au Pairs. Schulbusse! GRAUENHAFT, wenn er hält und das rote Licht/das Stopschild aufleuchtet/rausgeht HALTEN. Selbst wenn ihr in die entgegengesetzte Richtung fahrt, haltet an es kann sonst echt teuer werden.

Ich verabschiede mich mal vom Thema Autos und gehe weiter zu meiner bisherigen (beschränkten) Erfahrung mit dem ein oder anderen Amerikaner.

Wie die meisten wissen, bin ich nicht immer ein Gute-Laune-Mensch, sondern grummel gerne mal kurz vor mich hin und hab halt auch mal meine fünf Minuten. Als typische Deutsche bin ich es gewohnt draußen eher mein „Lass mich in Ruhe, ich bin gestresst“-Gesicht aufzusetzen und möglichst jeden zu ignorieren – folglich, dass komplette Gegenteil der Amis. Hier kommt man unglaublich schnell mit hundert Leuten ins Gespräch und gelächelt wird auch immer, sehr freundlich und leider Gottes muss ich zugeben, dass mir das miesepetrige etwas fehlt.

Denn eines hasse ich mitlerweile, man kommt in einen Laden und sofort stürmen Verkäuferinnen auf dich zu mit „Hi, How are you“ (Was nicht ehrlich beantwortet werden soll mit „oh, mir gehts nicht gut. Ich hatte schrecklichen Durchfall heute morgen“ sondern nur mit „I’m fine, thank you. How are you?“ -> Ist einfach ne Begrüßungsfloskel, die mich (und die meisten Au Pairs) einfach nur verwirrt… aber zurück zu den Geschäften). Man wird sofort gefragt ob einem geholfen werden kann, aber ich geh in den seltesten Fällen mit nem Plan in den Laden sondern will einfach nur schauen und meine Ruhe haben, daher wimmel ich sie gleich ab, aber mitlerweile nervt es mich schon extrem. Am anfang hat es mich nur verwirrt.

Dafür liebe ich es dass die Läden quasi 24 h und 7 Tage die Woche offen haben und dass es in meiner Gegend an jeder Ecke etwas zu essen gibt und ich kann nicht betonen wie toll die Landschaft in Colorado ist.

Ansonsten…
Es ist Dezember und davon abgesehen dass ich nächste Woche schon ganze drei Monate hier bin, schlägt mir der Dezember ganz schön auf den Magen.
Das erste mal ohne Mama Weihnachten feiern, ja ich habe immer noch Angst vor dem 24.12 aber danach… Ist fast Januar und mal ehrlich, dann ist das Heimweh nur noch Kindergarten 🙂 Vor allem wenn man berücksichtigt das vor den letzten Tagen mein Heimweh quasi weg war.
Und nach wie vor mag ich mein Leben in Northglenn sehr!

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Ein normaler Sonntag in Colorado, Sophie fährt Zick-Zack durch die Lande.
Aber fangen wir mal von vorne an, heute morgen hatte ich erst mal ne Videonachricht vom Sonntagsfrühstück bei Oma und Opa in Stuttgart. Das war sehr seltsam ein Video zusehen und zu wissen, dass sie ein richtiges Sonntagsfrühstück haben und ich in den Staaten bin, also nicht seltsam=blöd sondern seltsam=seltsam.

Gegen halb eins bin ich dann nach Boulder gefahren um mich mit drei anderen Au Pairs zu treffen, wir wollten zum Eislaufen nach Denver (ja… das bedeutete für mich Zick-Zack fahren Northglenn-Boulder-Denver-Boulder-Northglenn), aber es wars echt wert. Allein auf der Hinfahrt wurde viel gelacht und mir tat das Au Pair aus Thailand richtig leid, wir haben uns zwar schon bemüht auf englisch zu reden, aber es schwappte halt immer zurück ins deutsche.
Worauf wollt ich hinaus… Ach ja genau! In Boulder ein paar Minuten vor dem Haus von Vicky laufen vor mir auf der Straße in aller Seelenruhe Rehe. AM HELLICHTEN TAG! REHE! Die waren wenig interessiert an mir sondern sind da gemütlich durch die Vorgärten spaziert. Alter Falter, wie ich gestaunt habe.

Dann ging es mit dem Bus direkt nach Denver.
Kleiner Beisatz zu dem RTD-Bus. Die Fahrt Boulder – Denver kostet 5 $, aber man muss es passend haben. Was ich nicht wusste und der Fahrer kann nicht rausgeben, stattdessen muss ich jetzt meinen 15$ hinterhertelefonieren und bekomme einen Check geschickt. Warum einfach wenns auch kompliziert geht?

In Denver ging es zuerst (nochmal) auf den Christkindle Markt, was beiweitem lustiger war als alleine.
Glühwein gibt es da auch zu kaufen (nur für Ü21 und darf auch nicht außerhalb des Marktes getrunken werden), jedenfalls saßen wir mit unserer Zimtbrezel mit Vanillesoße bzw. Brezel mit Käsesoße (soll ja typisch deutsch sein O.o) im Bierzelt, zwei von uns haben sich nen Glühwein gegönnt und wir alle haben fleissig die Weihnachtslieder mitgesungen, wobei uns dabei bewusst wurde wir kennen meistens nur die erste Strophe, aber hey es waren deutsche Weihnachtslieder (Was wir mit lautem Jubel bemerkten), danach ging es weiter über den Winz-Markt schlendern, immer mit Kommentaren im Schlepptau wie „Wenn ich aus Denver nen Orginal-German-Bierkrug nach Hause bringe, bringen mich meine Eltern um“ und „des bekäm ich niemals in meinen Koffer“. Am liebsten hätte ich mir ja ne Pyramide gekauft aber die waren a.) zu teuer b.) wärs gesponnen gewesen, da die den Flug nach Stuttgart sicherlich nicht überlebt hätten. Laut wurde über die Schreibweisen der deutschen Delikatessen und auch ne Bratwurst und ne Rote gabs. Meine Enttäuschung des Monats, ich hatte sooo Lust auf ne Rote und die schmeckte einfach nicht richtig. L-Schmoll!!!

Und was wäre ein Ausflug ohne die Portion Peinlichkeit.
Ich berichte mal äähhh von meiner guten Freundin äähhhmmm Friederike, die heute ZUFÄLLIG auch mit zwei anderen Au Pairs (welche anonym bleiben wollen) auf dem Weihnachtsmarkt waren.
Die drei standen also vor einem Stand und da trug sich folgende Geschichte zu:
Au Pair1 mit Blick auf den Verkäufer laut: Sagt mal ist der Kerl hot oder ist der hot?
Au Pair2: Der ist super hot!
Friederike zustimmendes nicken
Also sabberten die drei (nicht ganz so) still vor sich hin, bis Au Pair1 feststellte, er spricht deutsch!
PEINLICH!
Aber Gott sei Dank war ich da nicht sondern nur meine gute Freundin dabei, hust!
Auch das die besagten drei, Stunden später wieder auf dem Markt saßen und andere Deutsche belauschten und evt. etwas zu laut darüber redeten… Wie gesagt. ICH WARS NICHT! Ich könnt so was gar nicht.
Aber man gewöhnt sich einfach viel zu schnell dran, dass man sagen kann was man will, die andren verstehen es ja eh nicht!

Wir… Also die Au Pairs denen so etwas NIE passieren würde, sind danach noch durch Läden geschlendert und bis zum Colorado State Capitol gelaufen, vorbei am Denver World Trade Center…
JAAAA… Ich dachte auch erst die anderen machen nen Witz als se vor Wolkenkratzern sagten „Das ist das Denver World Trade Center“, ich hatte ca. 25000 Flugzeugwitze auf Lager, aber sie hatten recht. Eine große Plastik bewies es.
Auf dem Heimweg sind wir nochmal Santa über den Weg gelaufen, der hatte seinem Pferd eine rote Nase verpasst, wie ein Rentier verkleidet und  ihm sogar die Hufe lackiert.
Unser letzter Stop war die Eislaufbahn, außer der Thailänderin haben wir uns alle Schlittschuhe geliehen und sind aufs Eis, wo wir zwar eher aussahen wie Enten als wie Eisprinzessinnen aber lustig wars. Bzw. für Singles kein guter Ort, besonders wenn mitten auf der Eisfläche nen Antrag gemacht (und angenommen) wird.

Im Moment erwarte ich viieeeellleee Pakete aus Deutschland (seit drei Wochen), aber da Vicky am Freitag ihr Paket bekommen hat, habe ich Hoffnung.

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Hey Ho,
Hier ist er also mein erster Eintrag im Dezember. Mittlerweile durfte ich von meinem tollen Abschiedsgeschenk (dem Ultimativen Homecoming Adventskalender (beinhaltet 13 Briefe für jeden Monat einen bis Oktober 2012)) drei Briefe aufmachen. Krass, oder?
Seit 72 Tagen bin ich nun in den Staaten.
Aber nur zu meinem Bericht der letzten Tage.

Letzte Woche bin ich am Donnerstag morgens aufgewacht, schaue aus dem Fenster und es war alles weiß. Ich dachte zuerst ich spinne und hab reflexartig mich nochmal zurück in die Kissen gelegt, es ist weiß bis heute-

Am Wochenende habe ich mich Samstag Abend mit einigen anderen Au Pairs getroffen, wir waren in Boulder im Old Chicago essen und danach sind wir zu den Studenthäusern gefahren.
Es war schweinekalt, wir sind durch die Gegend mit den Verbindungshäusern gelaufen und dass ist wirklich wie im Film, mit ΔΝΧ über den Türen.
Ich war auf meiner ersten College Party, allerdings keine große nur in einer kleinen Bude, mit evt. 10 Leuten außer uns sechs Au Pairs und naja, wirklich toll wars nicht aber definitiv ne Erfahrung.
Am darauffolgenden Tag habe ich mich abermals mit ein paar Au Pairs getroffen und wieder gings durch Boulder, am Abend wollten wir eig. Schlittschuhlaufen gehen aber es hat geschneit als gäbe es kein morgen. Also ging es stattdessen früher nach Hause.

Und wie jedes Kind in Deutschland weis kam am sechsten ja der Nikolaus, ein paar Tage vorher habe ich meine kleinen gefragt ob wir es versuchen sollen (sie kannten den Nikolaus ja nicht) ob er kommt, da sie ja nen german-Au Pair haben könnte er doch evt auch ihnen etwas in die Stiefel stecken.
Lange rede, kurzer Sinn. Er war da! Die drei haben sich riesig gefreut und wollten alles mögliche über ihn wissen, via Skype hat ihnen Gabi die Geschichte des Nikolaus schon im vorraus erzählt gehabt und mir wurden am Dienstag lauter fragen gestellt, wie er wohl her gekommen ist (geflogen und wie? Schlitten? Flugzeug?). Sehr lustig mit ihnen darüber zu reden.

Gestern ging es zu Madlen’s Geburtstagsfeier nach Boulder (wieder im Old Chicago mit Alkoholfreien Cocktails) und ich finde die Zeit verfliegt hier echt schnell.
Mir geht es sehr gut, ansonsten gibt es im Moment kaum etwas zu berichten.

Außer das meine große heute Geburtstag hat, sie wird neun.

UND! Unser Weihnachtsbaum steht schon, er ist aus Plastik und wurde zusammengeschraubt. So froh ich auch bin hier zu sein! Beim anblick wie man einen Weihnachtsbaum zusammenschraubt hätte ich fast geheult.

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